Schlagwort-Archive: medien

Blogs zur Kulturhauptstadt: zwanzig10 gestartet

von Stefan Evertz am 07.01.10 um 10:34 Uhr |

Vor etwas mehr als einem Monat gab es ja bereits die Ankündigung / Einladung, dass wir – zusammen mit allen interessierten Bloggern und BloggerInnen – unter www.zwanzig10.de einen „Blog“-Überblick zum Thema „Kultur“ / „Kulturhauptstadt“ zusammentragen wollen. Seit heute (siehe auch Bekanntmachung drüben bei den Ruhrbaronen) ist die neue Website nun auch online – wie es sich für das moderne Mitmachweb gehört in der „Beta-Version“ 😈

Und alles weitere nun drüben auf der neuen Website:

zwanzig10 – Ruhrgebiet-Blogs starten Projekt zur Kulturhauptstadt

von Stefan Evertz am 26.11.09 um 8:04 Uhr |

gasometer
Lizenz: Creative Commons License Photo: martinteschner
(Original-Beitrag unter:
Kulturhauptstadt 2010: zwanzig10 de
)

Blogs aus dem Ruhrgebiet schließen sich zusammen, um die Berichterstattung über die Kulturhauptstadt zu verbessern. Denn wir kennen das: Projektabsagen, ein noch immer rätselhaftes Programm und Finanzschwierigkeiten – aber auch große Erwartungen begleiten die Kulturhauptstadt im Ruhrgebiet. Schon jetzt gehört Ruhr-Zwanzig10 zu den wichtigsten Kulturthemen Deutschlands. Was man auch auf vielen Blogs ablesen kann.

Wir wollen nun, dass es für die Leser einfacher wird, hier den Überblick zu behalten. Unter zwanzig10.de schaffen wir deshalb einen Flecken im Netz, auf dem sich jeder orientieren kann, was an Berichten und Filmen, an Diskussionen und Topics gerade heiß läuft. Wo ist ein spannender Gig, was geht derzeit total daneben, wie war die Aufführung und wozu das Ganze überhaupt?

Gleichzeitig wollen wir aber den Blogs die Möglichkeit geben, über die Seite zwanzig10.de ihre Beiträge rund um Kultur und Hauptstadt bekannt zu machen. Die Seite zwanzig10.de wird demnächst freigeschaltet.

Die Idee sieht dabei so aus: Alle beteiligten Blogs können auf zwanzig10.de automatisch einen Verweis veröffentlichen, der auf
Kulturhauptstadt-relevante Beiträge in ihren eigenen Blogs verlinkt. Dabei ist zwanzig10.de nur ein Wegweiser, auf dem nicht die kompletten Beiträge veröffentlicht werden. Die Seite ist eine Art kultureller Ruhrpilot. Die ganzen Beiträge finden sich auf den einzelnen Blogs – genau wie die entsprechenden Diskussionen in den Kommentaren dort laufen sollen. Damit die Seite zwanzig10.de bekannt wird, sollten die beteiligten Blogs allerdings mit einem Banner auf zwanzig10.de verweisen.

Bei den Texten wünschen wir uns eine möglichst große Vielfalt: Das kann der kurze Veranstaltungshinweis sein, die ausführliche Konzertkritik oder auch ein Essay über Sinn und Zweck der Kulturhaupstadt. Und wenn es einmal drei Texte zum selben Thema gibt, dann können die Leser halt unter einem größeren Angebot auswählen, was sie lesen wollen.

Wir würden uns freuen, wenn möglichst viele Blogs mitmachen würden. Auch gerne von außerhalb des Ruhrgebiets. Eine Reihe von Blogs haben wir bereits angesprochen und sie wollen dabei sein – wir freuen uns natürlich über weitere. Bis die Seite zwanzig10.de online ist, meldet Euch einfach bei mitmachen@zwanzig10.de. Dann können wir die Details klären.

Hinter der Seite zwanzig10.de stehen nur wir. Von uns
verdient damit keiner Geld. Deswegen werden wir auch niemanden bezahlen, der sich beteiligt. Wenn wir Google-Werbung oder so etwas schalten sollten, werden damit die ohnehin niedrigen Unterhaltskosten bezahlt. Sollte am Ende Geld übrigbleiben, finanzieren wir damit eine Bloggerparty in Essen.

Stefan Laurin für die Ruhrbarone, Stefan Evertz für hirnrinde.de, Jens Matheuszik für das Pottblog

Bis jetzt machen mit: Dennis Zitzewitz vom Gelsenkirchen Blog,, Malte Trösken von Hometown-Glory, Christian Spließ (Prospero) von Nur mein Standpunkt, Lukas Heinser von Coffee And TV

P.S. Wir finden, es heißt: zwanzig10 und nicht zweitausendzehn. 🙂

Twitter und DerWesten (Video vom 2. Twittwoch Ruhrgebiet)

von Stefan Evertz am 10.11.09 um 10:12 Uhr |

Twittwoch LogoLetzte Woche hat Katrin Scheib (@kscheib, CvD bei derWesten) beim 2. Twittwoch Ruhrgebiet über das Twittern bei @derWesten und über Twitter als Recherchewerkzeug berichtet – vielen Dank nochmal an Katrin und auch an Dirk und Oliver (für die anderen Twittwoch-Vorträge)!

Den interessanten Doppelvortrag von Katrin Scheib hat Jens Matheuszik vom Pottblog auf Video aufgezeichnet (ebenfalls Danke!) und heute veröffentlicht. Viel Spaß ðŸ˜‰

DerWesten bei Twitter

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Nutzung von Twitter als Recherchewerkzeug

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

Medium: www.youtube.com
Link: www.youtube.com

2. Twittwoch Ruhrgebiet: Das Programm

von Stefan Evertz am 28.10.09 um 5:01 Uhr |

Am 4. November 2009 findet im Essener Unperfekthaus der 2. Twittwoch Ruhrgebiet statt (kurze Erklärung zu Twittwoch). Die Veranstaltung beginnt wieder um 19:30 Uhr, die Vorträge dann um 20:00 Uhr (bis etwa 21:00 Uhr). Danach kann dann in entspannter Atmosphäre weiter diskutiert und „genetworkt“ werden. Die Veranstaltung endet um 23:00 Uhr.

Die Anmeldung bzw. der Eintrag auf der Teilnehmerliste kann bei Xing (50 Plätze) oder (für die Menschen ohne Xing-Account) über das Twittwoch-eigene Veranstaltungsmodul (10 weitere Plätze; mit Twitter-Account per Oauth) erfolgen. Die Veranstaltung ist kostenlos, es fällt lediglich der Eintritt ins Unperfekthaus von EUR 5,50 an (s.a. Terminbeschreibung bei Xing).

Und hier nun das geplante Programm – es wird lokal und bewegt:

  • Begrüßung / Kurzeinführung Twittwoch (Stefan Evertz, @hirnrinde)
  • Mediengetwitter: DerWesten (Katrin Scheib, @kscheib)
    Kathrin Scheib, Chefin vom Dienst bei www.derwesten.de, berichtet über die Erfahrungen mit @derWesten und wie man Twitter als (journalistisches) Recherche-Tool nutzen kann.
  • Bewegtes Twittern (Dirk Holtwick (@holtwick)
    Vor wenigen Tagen ist Mov.io gestartet, eine „eng um Twitter zentrierte Videoplattform“ (siehe auch www.agenturblog.de). Dirk Holtwick hat die zugehörige iPhone app entwickelt und stellt sie vor.
  • Geolokalisiertes Getwitter (Oliver Heeger, @echt / Dirk Holtwick, @holtwick)

Wer den Twittwoch aus der Ferne verfolgen möchte, sollte auf den „offiziellen“ Hashtag „#twruhr“ achten (Twitter-Suche).

Mahn ab, Bahn…

von Stefan Evertz am 04.02.09 um 7:45 Uhr |

Diana visits a steam engine in Hesston, Indiana.
Lizenz: Creative Commons License Photo: kevindooley
…auch wenn du damit vermutlich die aktuelle PR-Krise nur noch verschlimmerst und zusätzlich noch lernen wirst, was man unter dem Streisand-Effekt versteht.

Was war passiert?
Markus Beckedahl veröffentlicht am 31. Januar 2009 unter netzpolitik.org[1] das – scheinbar in vielen Medien zitierte – Memo des Berliner Datenschutzbeauftragten vom 28. Oktober 2008 (über ein Gespräch mit der Deutschen Bahn AG über die Geschäftsbeziehungen zur Network Deutschland GmbH) im Volltext sowie als PDF-Datei.

Die Abmahnung
Gestern (3. Februar) erhält Markus Beckedahl dann per E-Mail eine Abmahnung (siehe auch netzpolitik.org[2], in der er u.a. aufgefordert wird, „den Gesprächsvermerk im Wortlaut und als pdf-Datei sofort von Ihrer Homepage zu entfernen“.

Ich kann nicht beurteilen, ob die Veröffentlichung „illegal“ bzw. wirklich „abmahnfähig“ ist – als Laie habe ich da allerdings weitreichende Zweifel, die ich unter www.internet-law.de bestätigt finde. Darüber hinaus stellt sich mir die Frage, ob die Bahn überhaupt berechtigt ist, die Veröffentlichung eines Textes abzumahnen, der offensichtlich von einer dritten Partei erstellt wurde. Und ganz nebenbei scheint sich meines Erachtens durch den Unterdrückungsversuch des Aktenvermerks auch noch endgültig die „Echtheit“ des Textes zu bestätigen.

Das Netz reagiert
Neben dem vorgenannten Blogeintrag twittert Markus um 15:04 Uhr über die Abmahnung:

Brauche HIlfe: Deutsche Bahn AG schickt mir Abmahnung

Sein Tweet wird vielfach „retweetet“, d.h. von anderen Twitterern quasi wiederholt, und somit schnell weiterverbreitet. Innerhalb von 40 Minuten wird der in seinem Tweet angegebene Link über 1.500mal angeklickt (siehe auch http://bit.ly/info/yKBM; aktueller Stand: fast 4.500 Klicks). Weiterhin verlinken immer mehr Blogs auf den Artikel (siehe auch rivva.de; aktuell 77 verlinkende Blogs). Einen eindrucksvollen Überblick über die Reaktionen zeigt übrigens ein Screenshot unter twitpic.com .

Etwa eine Stunde nach der Veröffentlichung schwappt die „Medienwelle“ auch in die ersten Online-Auftritte der „normalen“ Medien und verbreitet sich seitdem stetig weiter (siehe z.B. Golem, heise und Focus). Einen (ersten) Pressespiegel hat Markus unter netzpolitik.org[3] zusammengestellt – und bedankt sich dort auch für das umfangreiche Feedback und die zahlreichen Hilfs- und Unterstützungsangebote.

Was bleibt?

  • Die Erkenntnis, dass die Bahn dieses „Scharmützel“ wohl nicht gewinnen kann – und auch verlieren wird (siehe auch DB ist der neue DFB)
  • Die Beobachtung, dass sich – auch dank Diensten wie Twitter – die Verbreitungsgeschwindigkeit von Informationen noch weiter erhöht hat. Während es vor drei Jahren noch fast 1 Woche dauerte, bis die Querelen zwischen (dem damaligen Werbeblogger) Patrick Breitenbach und Heidi Klum in Spiegel Online auftauchte (siehe auch „Nächste Stufe der Sylvester-Rakete(n) abgeschossen (Update)“ und „Nächste Stufe der Sylvester-Rakete(n) abgeschossen (Update) Teil 2„), dauerte es diesmal nur noch etwa 4 Stunden, bis man über die Abmahnung unter www.spiegel.de lesen kann.
  • Die Hoffnung, dass Markus Beckedahl aus dem zu begrüßenden Versuch, die Probleme der Bahn in Sachen Datenschutz durch Transparenz (und Veröffentlichung) zu verdeutlichen, keine weiteren Probleme oder gar aufwändige Rechtsstreitigkeiten entstehen- auch wenn ihm vermutlich eine weitreichende moralische und wirtschaftliche Unterstützung sicher sein dürfte.