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Wunschzettel 4: Robinson-Liste für Blogs

von Stefan Evertz am 06.09.06 um 7:43 Uhr |

Wenn ich mir was wünschen könnte, dann hätte ich gerne:

Eine Robinson-Liste für Blogs

Ich würde mich jedenfalls sofort in eine solche Liste (siehe auch de.wikipedia.org) eintragen lassen – in der vagen Hoffnung, dass es jemand interessiert 🙄

Denn sie nerven in zunehmendem Maße, die „lustigen“ kleinen Werbemaßnahmen, die man offenbar ertragen muß, wenn man mit seinem Blog in irgendwelchen „Hitlisten“ bei blogscout.de oder bei www.deutscheblogcharts.de landet.

Dabei ist es mir persönlich egal, ob es dabei um simple Postkarten (siehe z.B. www.werbeblogger.de und den passenden Offline-Trackback unter www.netzausfall.de) oder um irgendwelchen mysteriösen Personen mit Namen „Philipp Retingshof“ (siehe z.B. www.werbeblogger.de[2]) geht. Erfreulicherweise scheint zumindest der Autoschlüssel (siehe z.B. www.donvanone.de) an mir vorbeigegangen zu sein, was einem leider nicht erspart, in diversen Blogs darüber zu lesen.

Und deshalb bleibt es dabei: Bitte führt endlich die Robinson-Liste für Blogs ein. Und dann haltet euch auch daran, ihr lieben Kollegen aus der „Marketing“-Ecke 👿

Cold Calls: Auch eine Lösung?

von Stefan Evertz am 19.08.06 um 0:52 Uhr |

Das Thema „Cold Calls“ (unverlangte Werbeanrufe, siehe auch de.wikipedia.org) geistert zur Zeit rumpelnd durch die Blogosphäre. Die kommunikativen Kapriolen, die da zum Teil in den Kommentaren geschlagen werden, sind dabei fast noch spannender als die vereinzelt diskutierten „rechtlichen“ Gegenmaßnahmen (siehe die beiden „Auslöser“ bei wirres.net und www.lawblog.de sowie weitere Anmerkungen bei www.basicthinking.de/blog, www.mein-parteibuch.de und fx3.org/blog). Inwieweit der eigentliche Initator die Geister, die er rief, vielleicht selber erst richtig befreit und aufgestachelt hat, mag jeder selber nach der Lektüre der Diskussionen entscheiden.

Grundsätzlich gibt es aber vielleicht noch eine andere nichtjuristische Variante, sich zwar etwas mühsamer, aber durchaus nachhaltig aus den Verteilern einzelner Vertriebler zu katapultieren. Das ganze wäre an „Scambaiting“ angelehnt, bei dem die Versender von sog. Scam-Mails (E-Mails mit betrügerischer Absicht, siehe auch de.wikipedia.org[2]) selber an der Nase herumgeführt werden (siehe auch den älteren, aber weiterhin aktuellen Artikel von Mario Sixtus unter www.sixtus.net)

Jens Scholz berichtet passenderweise von einem durchaus vergleichbaren Problem, das ihm vor 10 Jahren widerfuhr, als er eine „neue“ Telefonnummer bekam – die vorher zu einer Arztpraxis gehörte. Insbesondere die ältere Klientel des Mediziners bescherte ihm so manchen „Cold Call“, währenddessen die Praxis sich nicht interessiert zeigte, ihren Patienten die veränderte Telefonnummer deutlicher zu kommunizieren.

Und dann hatte er die rettende Idee (siehe auch www.jensscholz.com):

Geändert hat sich das erst, als ich beschloss, daß eigentlich nicht ich allein es sein sollte, der genervt wird und angefangen habe, mit den Anrufern Termine auszumachen. Normalerweise Donnerstag morgens um acht, was dann offenbar dazu führte, daß sich jeden Donnerstag mehrere ungeplante Termine im Wartezimmer tummelten. Innerhalb von wenigen Wochen jedenfalls gab es nicht einen verirrten Anrufer mehr.

Viele der anrufenden Vertriebler wollen ja nur eins: Einen Termin. Und den sollen sie nun auch bekommen. Aber aus „organisatorischen“ Gründen könnte man ja mit einer passenden Ausrede in ein Cafe seiner Wahl ausweichen. Die eklige Gaststätte um die Ecke, in die man selber aus Gesundheitsgründen nie einen Fuß setzen würde, geht natürlich auch.

Allein die reine Vorstellung, dass idealerweise gleich mehrere Vertreter dieser häufig nervenden Spezies im gleichen Raum sitzen und – vergeblich – auf das Christkind warten, erwärmt mir das Herz. Und ich bin mir sicher, dass die Botschaft ankommt 😈

So, jetzt könnt ihr wieder anrufen, wenn ihr euch traut. Und vielleicht klappt es ja auch mit einem Termin…

Lange Liste kostenloser Fachbuch-Downloads

von Stefan Evertz am 09.06.06 um 9:46 Uhr |

Eine ziemlich umfangreiche Liste mit Fachbüchern, die allesamt als kostenlose E-Books heruntergeladen werden können, hat Sven Lennartz unter www.drweb.de/weblog bereitgestellt:

Wir haben uns durchgewühlt und zusammengetragen, was sich derzeit in Buchform frei im Netz lesen lässt. Verglichen mit der tatsächlichen Produktion ist das zwar ausnehmend wenig, dafür aber umso preiswerter. Manche Verlage stellen ältere Titel bereit, gelegentlich finden sich aber auch Neuerscheinungen.

Einige davon habe ich hier in der Vergangenheit zwar auch erwähnt (und mit dem Tag „E-Book“ versehen), aber die Liste toppt meine bisherigen Bemühungen doch bei weitem. Definitiv ein echter Surftipp 😉

Bloggendes Marketing

von Stefan Evertz am 18.05.06 um 14:12 Uhr |

Marketing „per Blog“ scheint im Moment gerade sehr im Trend liegen, wenn auch mit einem unterschiedlichen Nachgeschmack – je nach Kampagne.

Die Beiträge der vier BloggerInnen für Opel erscheinen jeweils in den eigenen Blogs und werden zusätzlich unter astra.blogg.de „zusammengefasst“. Offenbar wurden die vier vorab gezielt „ausgewählt“, wobei die BloggerInnen – schon alleine technisch bedingt – keinen inhaltlichen Einschränkungen unterliegen (siehe auch lumma.de):

Die Beteiligten Blogger bekommen einen Opel Astra gestellt sowie eine Aufwandspauschale für die 4 Wochen. Wir erwarten, dass die Blogger über ihren Opel Astra bloggen, Themen, Stil und Frequenz sind selbstredend nicht vorgegeben.

Die ersten Artikel sind auch bereits geschrieben, mein bisheriges persönliches „Highlight“ fand ich bei wirres.net:

dass der motor entgegen der email-ankündigung nur 120 ps hat und keine 150 lässt sich verkraften, glaube ich. denn sportlich ist der wagen, er hat für diesen zweck extra eine „sport“-taste. die hatte ich bei den ersten fahrten die ganze zeit aktiviert und in der tat, als ich zuhause ankam hatte ich sogar ein bisschen rückenschmerzen. sollte ich davon auch noch muskelkater bekommen, werde ich die sport-funktion aber wieder deaktivieren.

Für ein etwas anderes Vorgehen hat sich AMD entschieden. Über ein „öffentliches“ Bewerbungsverfahren werden 50 Personen ausgewählt, die dann ihre Erlebnisse unter amd-notebooks.de/blog[1] niederschreiben sollen.

Unter amd-notebooks.de/blog[2] heißt es weiter:

Am 20.6 startet dann der Test und die auserwählten Notebook-Tester bekommen einen Account für diesen Blog und können schreiben, was das Zeug hält.
[…]
Teste das ASUS Z9201 T oder das ACER Aspire Notebook unverbindlich für 8 Wochen. Wenn Du es danach behalten willst, kannst du es für 300 EUR günstiger erhalten. Selbstverständlich kann das Notebook auch einfach zurückgeben werden. Kein Tester ist zum Kauf gezwungen.

Sicherlich sind das ansprechende Rahmenbedingungen, im Detail kommt dann aber der angedeutete „schale“ Beigeschmack auf (siehe auch amd-notebooks.de/blog[3]):

Schreib uns und allen anderen was dir am Laptop und am neuen AMD Turionâ„¢ 64 X2 Dual-Core Prozessor gefällt, was dir nicht gefällt, was besser gemacht werden könnte und alles was dir sonst noch einfällt. Der übliche Spam-Werbung-Content wird selbstverständlich von uns sofort zensiert und das Laptop kannst du dann auch gleich abgeben.

Und Administratorenrechte werden die 50 „Reporter“ im AMD-Blog ganz sicher auch nicht bekommen. Irgendwie liegt hier jedenfalls ein Hauch von „redaktioneller Endkontrolle“ in der Luft.

Insgesamt finde ich jedenfalls die Opel-Aktion bisher wesentlich überzeugender als die AMD-Strategie, aber vielleicht wird das ja noch… 🙄

Und da ich schon zufriedener Acer-Nutzer bin (wenn auch nicht von einem Aspire), wäre ich gegebenenfalls eher für einen Auto-Test zu haben, werte Werber von Audi 😉

(u.a. via www.golem.de)

Guerillamarketing zum Lesen und Hören

von Stefan Evertz am 16.05.06 um 8:07 Uhr |

Zumindest auf den ersten Blick sieht es schon mal interessant aus, das „Guerilla Marketing Buch“, das man seit wenigen Tagen unter guerillamarketingbuch.com findet. In jedem Fall bemerkenswert ist aber die Veröffentlichungs-Strategie: Das Buch ist nicht als gedrucktes Werk, sondern in Form eines Weblogs, als E-Book im PDF-Format und auch jeweils kapitelweise als Podcast im MP3-Format verfügbar – und das kostenlos. Felix Holzapfel erläutert unter guerillamarketingbuch.com die Idee hinter dem Handbuch:

Wir „predigen“ bereits seit Jahren die Möglichkeiten der elektronischen Medien und deren Einbindung in klassische Kanäle. Gleiches gilt für Trends und zukunftsweisende Technologien. Sollten wir dieser Tatsache daher nicht nur mit den Inhalten, sondern auch mit dem Format Rechnung tragen? Wird ein Buch, das auf dem üblichen Weg über eine Buchhandlung bezogen wird dieser Anforderung gerecht? Wir denken „nein“. […]

Außerdem besteht unserer Ansicht nach einer der großen Vorteile der Publikation via Weblog darin, dass es sich somit um kein statisches, sondern dynamisches Werk handelt. […] Einerseits werden die Inhalte bei Bedarf von uns aktualisiert. Andererseits wird dem Buch durch die Kommentare der Besucher und Diskussion mit uns und anderen Lesern fortlaufend neues Leben eingehaucht – so zumindest eine weitere unserer Hoffnungen;-)

Das ganze erinnert mich jedenfalls angenehm an die Überlegungen von Stefan Münz zur „Kultur des Schenkens„, auch wenn hier der Kommunikationsaspekt noch stärker im Vordergrund steht.

(via www.werbeblogger.de)