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Eine Welt ohne Twitter…

von Stefan Evertz am 21.10.08 um 13:34 Uhr | 2 Antworten

…wird irgendwie immer schwerer vorstellbar. Und das “Microblogging”-Tool Twitter und seine zahlreichen Verwandten (v.a. identi.ca) entpuppen sich immer mehr als tragende Elemente für Kommunikations- und Organisationsfragen.

So konnte mir z.B. Kirstin am Wochenende eindrucksvoll demonstrieren, dass man akribisch über die Kalorienzufuhr ihrer mancher Mitmenschen wachen kann :wink:

@hirnrinde #bcberlin3 hey! Nicht drei Stück kuchen auf einmal! :o)

Und trotz des sofort eingesetzten Ausredengenerators hatte die Tatsache, dass der Tweet (“die Nachricht”) über die riesengroße Twitterwall beim BarCamp Berlin 3 tickerte, definitiv einen moralischen Mehrwert :roll:

Sehr schön auch der Mehrakter, bei dem der Misserfolg einer Session über die MBC09 in letzter Sekunde abgewendet werden konnte (der ganze ausgesprochen lesenswerte Augenzeugenbericht findet sich unter “Tweetheater“):

Wer den praktischen Nutzen des Microbloggens bislang noch nicht verstanden hat, konnte am Wochenende an einer, von langer Hand geplanten, interaktiven Performance teilnehmen. Hauptdarsteller @muhh sowie ausgesuchte Laientwitterer haben unter der Leitung des Regisseurs @cemb gezeigt, was sie an mühsam durchgetwitterten Probeabenden einstudiert haben. Die Bühne, die das BarcampBerlin3 freundlicherweise zur Verfügung stellte, war eine begehbare Installation von 2 Räumen, welche durch eine mobile Trennwand geteilt waren.

Den ultimativen Mehrwert hat aber Roman im Zuge des BarCamp Offenburg (im April 2008) erleben dürfen (und übrigens gestern seinen Twitter-Account wiederbelebt; siehe auch blog.yoda.ch):

So wusste ich beispielsweise am BarCamp zu Offenburg, dass in der dritten Kabine in der Herrentoilette im Erdegschoss um 13:15 Uhr das WC-Papier alle war ;-) Das mag trivial und listig tönen, ist aber eine wichtige Information, wenn man nicht gewohnt ist, vor der Sitzung den Bestand des Papiers zu checken.

Bei aller Kritik (siehe z.B. www.fixmbr.de oder klauseck.typepad.com) an diesem (von mir sehr geschätzten) Tool sieht man also: Entscheidend ist, was hinten raus kommt :twisted:

Singende Müllmänner (und ein Flash Cortex-Update)

von Stefan Evertz am 31.08.08 um 13:29 Uhr | Hinterlasse eine Antwort

Es hat schon einen spröden Charme, wenn einige Kölner Müllmänner – vermutlich in den 70ern des letzten Jahrhunderts – mit rauher Stimme und Riesen-Mikro ihrer Arbeit ein gesungenes Denkmal setzen :twisted:

Medium: www.divshare.com
Link: www.divshare.com

Der Hinweis auf dieses Video kam im Zusammenhang mit einer Erweiterung meines WordPress-Plugins “Flash Cortex” auf, das soeben in der Version 1.0.8 veröffentlicht wurde. Es kann nun auch Videos einbetten, die bei divshare.com vorliegen. Und die Einbindung von Vimeo-Videos klappt jetzt auch wieder, nachdem man dort wieder mal an den Embed-Parametern herumgespielt hatte…

In diesem Sinne: Allseits noch einen sauberen und sonnigen Sonntag :cool:

Flickr und die Nacktfotos

von Stefan Evertz am 07.08.08 um 9:07 Uhr | Hinterlasse eine Antwort

Ich muss gestehen, dass ich mit der im Sommer 2007 neu eingeführten Zensur nicht abschaltbaren “Safe Search”-Funktion beim Bilder-Host Flickr leben kann (siehe auch www.golem.de) – wenn ich dadurch vor nicht unbedingt erwünschten optischen Eindrücken geschützt werden kann (siehe auch www.spiegel.de):

Die Münchner Webdesignerin Natascha Okroy beschwert sich: “Ich kann nun zum Beispiel einige wunderschöne, kunstvolle Aktfotografien meiner Kontakte nicht mehr sehen.”

Meine “Kontakte” z.B. bei Xing mögen es mir verzeihen, aber ich habe da eigentlich keinen Bedarf. Oder habe ich die Webdesignerin am Ende falsch verstanden?

Irgendwie muss ich jedenfalls bei dem – durchaus mißverständlichen – Spiegel Online-Zitat an eine Erkenntnis von Dirk Olbertz in zum Thema “Spam-E-Mails” denken (siehe olbertz.de):

Ein erschreckender Gedanke: wenn ich mehrmals täglich per Mail Oben-Ohne-Fotos meiner Nachbarin angeboten bekomme, heisst das dann auch, dass meine Nachbarn Oben-Ohne-Fotos von mir kriegen können?

(Anmerkung: Ja, der Beitrag lag hier ziemlich lange – genauer gesagt: seit über einem Jahr – im Entwürfe-Ordner herum, aber ich fand es einfach zu schade, ihn “wegzuschmeissen”. Und die besagten Spam-Mails kommen schließlich heute noch…)

Pausenspiele: Fliegender Igel und Echtzeit-Risiko-Klon

von Stefan Evertz am 02.08.08 um 11:20 Uhr | Hinterlasse eine Antwort

In den letzten Wochen nutze ich vor allem zwei kleine Flash-Spiele für die kleine Ablenkung zwischendurch. Vielleicht ist ja auch etwas für euch dabei – vor eventuellen Suchtfolgen sei aber schon jetzt gewarnt ;)

Hedgehog Launch (armorgames.com; englisch)
Ziel des Spiels ist es, einen Igel (engl. “Hedgehog”) mit einer großen Steinschleuder ins All (bzw. über die magische Grenze von 4.500 Fuß) zu schießen. Unterwegs kann man verschiedenfarbige Sterne und Plattformen treffen, die Geld bringen, das man wiederum für weitere Updates braucht. Gesteuert wird mit den Cursortasten (vor allem links und rechts).

Im Spiel entspricht jeder “Flug” einem Tag. Mein Rekord liegt dabei bei 4 Tagen, um das All zu erreichen:

Hedgehog Launch - Mein Rekord von 4 Tagen

Star Baron (www.freeworldgroup.com; englisch)

Das Grundprinzip von StarBaron erinnert stark an Risiko (im All) – es gilt, alle Planeten zu erobern befreien. Der Hauptunterschied besteht darin, dass man seine Raumschiffe von jedem seiner eigenen Planeten losschicken kann (und nicht nur vom jeweiligen Nachbarn). Das ganze findet in Echtzeit statt – und mit den bis zu 3 Computer-Gegnern sollte man definitiv nicht trödeln ;)

Screenshot StarBaron

Und jetzt viel Spass bei der nächsten Pause :twisted:

Eigentlich mag ich keine Aprilscherze…

von Stefan Evertz am 01.04.08 um 11:07 Uhr | 2 Antworten

…aber auf zwei schöne Texte / Ideen sei dann doch kurz verwiesen :twisted:

Robert legt unter “reverse blog engineering” schonungslos die komplexen internen Strukturen des Teams offen, das sein Blog mit Inhalt füllt (siehe auch www.basicthinking.de):

4. Im vorletzten Schritt kommt der Legastheniker dran. Der ist eigentlich unbezahlbar. Wir nennen ihn so, weil seine ureigenste Aufgabe darin besteht, die Artikel grammatikalisch zu entfremden, was er wirklich gut kann. Diesen Schritt nennen wir Webwashing. Ohne das würde keinem Artikel dieser edle Schimmelgeruch anhaften, den es braucht, um ein Topblog zu betreiben.

Und Jens berichtet unter “Mehr Demoskopie wagen” (www.pottblog.de) über die Gründung einer Meinungsforscherpartei in Oer-Erkenschwick.

Und jetzt noch knapp 13 Stunden, dann ist der 1. April vorbei… :???: