Kategorie-Archiv: reisen

3 Dinge, die ich an Wien sehr mag

von Stefan Evertz am 13.04.14 um 21:08 Uhr | 6 Antworten

Vor einigen Wochen war ich für einen Tag und eine Nacht geschäftlich im schönen Wien. Und kam dabei nicht umhin, einige Dinge (neu) zu entdecken, die ich an dieser Stadt sehr mag ;-)

  1. Offenes WLAN am Flughafen
    Ich bin es schon so sehr gewohnt, unterwegs ständig kein WLAN zu haben, dass mich der Hinweis (via Foursquare? via Twitter?) wirklich überrascht hat: Am gesamten Wiener Flughafen Schwechat kann man nämlich mit durchaus respektablen Bandbreiten online gehen (siehe auch Website). Ein Traum – und wenn man sich die Gegebenheiten in Deutschland (in Großstädten und speziell in Bahnhöfen und Flughäfen) anschaut, gleich ein Traum auf mehreren Ebenen…
  2. Die Rolltreppen-Schlange
    Jeder Vielreisende und Pendler kennt es: Das Problem, dass leider viel zu wenige Menschen die (gerade in London praktizierte) gute alte Rolltreppen-Regel “Stand right, walk left” kennen. Außerhalb von London funktioniert das oft mehr schlecht als recht mit den zwei Geschwindigkeiten. In Wien habe ich aber zum ersten Mal nicht nur erlebt, dass es hervorragend klappt – nein, ich durfte auch eine längere Schlange bewundern, in der Menschen brav darauf warteten, sich auf die Rolltreppe stellen zu dürfen – irgendwie skurril, aber absolut verständlich. Und ich habe natürlich auch gewartet ;-)
  3. Schnitzel? Schnitzel!
    Ja, ich weiß: Das echte Wiener Schnitzel wird aus Kalbfleisch gemacht. Und doch fühlt sich für mich das (aus Schweinefleisch bestehende) Schnitzel bei Figlmüller als DAS Wiener Schnitzel an. Unglaublich dünn und knusprig – und immer wieder sehr, sehr lecker…
    Figlmüller-Schnitzel

Und? Was mögt Ihr an Wien?

Gegen die Nein-Gesellschaft und für mehr Krieg

von Stefan Evertz am 09.02.14 um 23:23 Uhr | 14 Antworten

A knight's tale Ich weiß nicht mehr, wo ich über den Gedanken gestolpert bin, dass Kriege die wahren Innovationsmotoren sind: Es gibt technische Fortschritte, es verändern sich geographische und wirtschaftliche Verhältnisse und auch gesellschaftliche Veränderungen beginnen oft in Kriegen – oder zumindest ändern sich gesellschaftliche Strukturen (temporär) während eines Krieges. Ein ziemlich plausibler und durchaus faszinierender Gedanke, zumindest was die Mechanik dahinter betrifft. Was aber passiert in Friedenszeiten? Nichts. Oder schlimmeres.
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3 Wünsche eines Profibahnfahrers

von Stefan Evertz am 19.01.14 um 21:22 Uhr | 23 Antworten

ICE 3 am Frankfurt-Flughafen Fernbahnhof Ja, ich bin viel Zug gefahren in den letzten 10 Jahren – auch, nachdem ich nicht mehr mit der BahnCard 100 unterwegs bin. Und möglicherweise bin ich kein wirklicher Profibahnfahrer (da gibt es ganz andere wie z.B. den unermüdlichen Berufspendler Sascha Hüsing). Aber ein Laienbahnfahrer bin ich ganz sicher auch nicht. Eins ist aber sicher: Ich habe da noch ein paar kleine Wünsche – speziell der letzte liegt mir besonders am Herzen…
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Meine Blase ist meine Heimat ist mein Zuhause

von Stefan Evertz am 08.09.13 um 23:50 Uhr | Hinterlasse eine Antwort

Thinking. Uncapped.

Eine spannende Frage hat Katja da Anfang August mit der von ihr gestarteten Blogparade “Was ist Heimat?” gestellt – und mittlerweile über 90 höchst unterschiedliche und definitiv lesenswerte Antworten bekommen. Und natürlich habe ich auch darüber nachgedacht – und finde es ganz einfach, denn bei mir gibt es im Kern zwei ganz zentrale Punkte in meiner persönlichen Blase. Und letztendlich eigentlich auch nur einen.

Denn da gibt es neben der “Heimat” eben auch ganz oft den Begriff “Zuhause”. Für mich ist das aber eigentlich ganz nah beieinander, eigentlich sogar deckungsgleich. Denn für mich war Heimat nie mit einem Ort verknüpft, sondern immer nur mit Menschen – meiner Kernfamilie, meinen Freunden und auch meiner engeren “Arbeitsumgebung”. Ich zog umher, lebte und wohnte an verschiedenen Orten, aber letztendlich blieb diese Blase immer quasi gleich groß – vielleicht wurde sie höchstens etwas voller und größer (auch durch das später hinzugekommene Social Web).

Letztendlich war und ist mein Rechner meine Heimat – mit all den sozialen Netzwerken, meinem Telefon und all den Menschen, mit denen ich darüber verknüpft bin. Insofern ist diese “Blase”, die reale und virtuelle Welt in und um meinen Computer, meine Heimat. Und mein Zuhause. Und da passt gerade im Zeitalter des mobilen Arbeitens der alte Hit von Marvin Gaye: “Wherever I lay my hat there’s my home”.

Und nicht nur im Grunde meines Herzen ist letztendlich sowieso nur noch eine einzelne Person meine Heimat und mein Zuhause. Aber das gehört hier nicht hin. Denn es gibt auch eine Offline-Blase – natürlich.

Photo credit: jDevaun via photopin cc

Wie lang ist die Halbwertzeit einer NS-Bausünde?

von Stefan Evertz am 18.08.13 um 22:08 Uhr | 5 Antworten

Koloss von Prora Vor zwei Wochen hatte ich im Urlaub an der Oststee die Gelegenheit, den “Koloss von Prora” zu besuchen. Dabei handelt es sich um einen 1938 gebauten Gebäudekomplex von etwa 4,5 km Länge – im “KdF Seebad” sollten auf Rügen bis zu 20.000 Menschen zeitgleich Urlaub machen können.

Erstaunlich, wie düster ein Ort sein kann. Noch erstaunlicher: Mittlerweile werden Gebäudeteile in Luxus-Appartments umgebaut und eher lautstark vermarktet. Und ich frage mich: Geht das? Weiterlesen