BarCampRuhr3: Voll in Rekordzeit

von Stefan Evertz am 27.01.10 um 8:21 Uhr |

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Lizenz: Creative Commons License Photo: shoothead
Ich gebe ganz offen zu: Auch ich war ein bisschen aufgeregt, als es gestern mittag an die angekündigte Öffnung der Teilnehmerlisten ging.

Denn schon im Vorjahr hatte es nur noch 2 Stunden gedauert, bis die rund 160 Plätze voll waren. Und vielen ist wohl auch noch in Erinnerung, wie letztes Jahr das BarCampCologne3 in 15 Minuten voll war (mit 240 Plätzen). Es war also durchaus absehbar, dass es schnell gehen würde – offen war nur die Frage, wie schnell. Und dann ging es um 13:26 Uhr los:

Es dauerte exakt 4 Minuten. Und der Samstag war voll. Nach weiteren 2 Minuten war dann auch der Sonntag voll. Insgesamt war also das BarCampRuhr3 nach 6 Minuten voll – offenbar ein neuer Rekord 😈

Es freut mich wirklich für jede der 160 Personen, die es auf die Liste geschafft hat. Und es ist schade, dass es viele (noch) nicht auf die Liste geschafft haben, sondern derzeit nur auf der Warteliste stehen.

Natürlich kann man nichts versprechen (und so frustrierende Zahlen wie beim DesigncampCologne 2010 wünsche ich auch niemandem). Aber erfahrungsgemäß werden wohl bis zum BarCampRuhr3 noch (mindestens) einige Dutzend Teilnehmer abspringen (wg. Job / Kunden / Krankheit, etc.), so dass Personen von der Warteliste nachrücken können. Geduld (und ein Platz auf der Warteliste) könnten sich da also durchaus noch lohnen.

Ansonsten waren sie leise, aber sie waren (wieder) da: Die kritischen Stimmen zum Zeitpunkt der Listenöffnung. Und da kann ich nur sagen: Sorry. Aber einen perfekten Zeitpunkt gibt es leider nicht.

Und weil auch mir das klar ist, gab es vorher entsprechende Hinweise (via Gruppenmitteilung und per E-Mail in den mixxt-Netzwerken und auch per Blogeintrag), dass es vermutlich einen großen Zulauf geben würde. Und das im Zweifelsfall jeder sicherstellen solle, dass Dritte mit seinen Zugangsdaten die Anmeldung vornehmen, wenn unklar ist, ob man zu diesem Zeitpunkt online sein kann. Was vielerorts auch gut geklappt hat, wie ich gehört habe. Mehr konnte und kann ich da aber leider nicht tun.

In jedem Fall bedanke ich mich allseits für das offensichtliche Interesse und die Begeisterung – und freue mich auf das BarCampRuhr3 und auf Euch!

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55 Gedanken zu „BarCampRuhr3: Voll in Rekordzeit

  1. Markus Sowada

    Ich gratuliere Dir jedenfalls sehr herzlich zu diesem Erfolg, denn ein solcher war es ja wohl. 320 Plätze (auf zwei Tage verteilt) in sechs Minuten voll zu bekommen und dabei auch noch eine reichlich volle Warteliste zu haben kann man gerade in den aktuellen Zeiten nur als großartig bezeichnen.

    Ausführlicher werde ich im eigenen Blog auf das Barcamp eingehen. Der Beitrag folgt hoffentlich heute oder morgen noch :). Latürnich freue ich mich auch, dass wir uns endlich mal wieder „live“ sehen werden. Trotz Orga Hektik hoffe ich auf einen Plausch zwischen zwei Käffchen. Oder so .. 😉

  2. Pingback: Barcamp Ruhr 3 in der Kulturhauptstadt 2010 – Standortbezogene Dienste im Fokus | Blog | BizWiese

  3. Christian

    Den glücklichen Teilnehmern – Daumen hoch! Scheint ja schlimmer als bei den letzten Minuten einer ebay-Auktion zugegangen zu sein.

    Als Teilnehmer des sonntäglichen DesignCamps möchte ich aber doch paar kritische Worte äußern: Bedauerlicherweise scheint man als „Neuling“ in der festen BarCamp-Szene keine Chance mehr zu haben: Als jemand, der nicht permanent seinen Twitts lauscht oder diverse Blogrolls studiert (in Echtzeit) kommt man nicht mehr an die interessanten (weil kostenlosen?) Veranstaltungen heran…
    Wenn ich dann aber miterlebe, wie extrem entspannt und mit welchem Selbstverständnis Zeiten/Vorträge ausgedehnt und Referenten übergangen werden frage ich mich ehrlich welchen Beitrag genau diese Leute bei BarCamps leisten, die möglichst früh einen der begehrten Plätze ergattern und – ich formuliere es mal krass – einen Platz schmarotzen (auf Kosten derer, die sich ernsthaft vernetzen und austauschen möchten).
    Möglicherweise ist das Interesse an an einem DesignCamp geringer als an einem BarCamp, dennoch sollten sich mal die üblichen Verdächtigen mal fragen, ob sie auf einer solchen Veranstaltung wirklich richtig sind.

    Mein Hoffnung als merhfache Besucher des UPH: Die Räume stehen jedem offen, ich schaue also einfach „mal so“ vorbei.

    Respekt an dieser Stelle noch dem/den Organisatoren – ich denke, das wird eine gute Veranstaltung!

  4. Frank Huber

    Als Mitorganisator des DesignCamp Cologne fühle ich mich natürlich angesprochen. Zunächst einmal stelle ich fest, dass es bereits jetzt fundierte Kritik am Windhundverfahren gibt und es m.E. ein Fehler ist nur Schnelligkeit statt Interesse und Teilhabe zu belohnen. Daher sind derartige „Rekorde“ auch mit Vorsicht zu geniessen. Denn es gibt noch ein ganz anderes Problem: die ständig gleichen BarCamp-Teilnehmer sorgen tendenziell nicht für die Frische an Themen und Sessions, die man sich wünscht. Wenn BarCamps innovativ und Avantgarde bleiben wollen, dann müssen sie auf diese und viele andere Herausforderungen reagieren. Denn wenn BarCamps nur noch etwas für Trittbrettfahrer und Handtuch-Platz-Besetzern werden, dann wird das Ganze irgendwann sehr langweilig. Für das PhotoCamp im September 2010 haben wir uns jedenfalls schon eine ganze Reihe an entsprechenden Innovationen überlegt, die BarCamps spannend machen und dafür sorgen, dass v.a. eines im Vordergrund stehen wird: das Interesse am Thema und die Qualität der Inhalte. Unser Ziel: Teilnahme für jeden Interessierten möglich, No-Show-Rate Null.

  5. Stefan Evertz Artikelautor

    @Christian:
    Zum Ablauf / Programm am Sonntag des DesignCamps kann ich konkret nichts sagen, da ich nicht anwesend war. Mein Hinweis oben bezog sich nur auf die meines Wissens vor Ort genannten bzw. sichtbaren Zahlen.

    Den Aspekt der „üblichen Verdächtigen“ bewerte ich übrigens anders als du. Zum einen gehört nur ein (kleiner) Teil der angemeldeten Personen zu besagtem Personenkreis – viele dagegen waren bisher nur auf 1-2 BarCamp(s). Und zum anderen gehört es zum zentralen Ansatz eines BarCamps, dass sich die tägliche Agenda aus den Anwesenden ergibt. Wenn dir also konkrete Themen bzw. Sessions fehlen, liegt es an DIR, das zu ändern bzw. diese einzubringen. Und nicht an den „üblichen Verdächtigen“…

    Und was deine Überlegung angeht, „einfach so“ vorbeizukommen, kann ich dir derzeit nur davon abraten. Ohne da dem Haus vorgreifen zu wollen, gibt es Maximalzahlen, was die Zahl der gleichzeitig anwesenden Personen im Haus angeht. Gerade bei derartigen „Großveranstaltungen“ kann es durchaus passieren, dass auch das sonst meistens offene Unperfekthaus nicht mehr ganz so offen ist.

  6. Stefan Evertz Artikelautor

    @Frank Huber:
    Du musst dich da nicht angesprochen fühlen – zumindest nicht von mir und nicht im kritischen Sinne (wenn man von der Kritik von Christian absieht). Dass beim DCC10 die Leute reihenweise ohne Absage fernblieben, ist einfach ärgerlich und bislang ohne Beispiel (und wird ja – nebenbei bemerkt – drüben bei Mirco bereits diskutiert).

    Leider ist mir die „fundierte Kritik am Windhundverfahren“ (das übrigens meines Wissens bei nahezu allen der über tausend BarCamps weltweit eingesetzt wird) so noch nicht untergekommen – entsprechende Links würden mich sehr interessieren.

    Und was den Ansatz „Teilnahme für jeden Interessenten“ angeht, so halte ich das leider in so ziemlich jedem Zusammenhang für unrealistisch – sowohl was den organisatorischen als auch den wirtschaftlichen Rahmen angeht. Wer das BarCampBerlin3 mit 600+ Teilnehmern persönlich erlebt hat, weiß dass bei solchen Teilnehmerzahlen die Schmerzgrenze mehr als überschritten ist.

    Und zum Schluß noch eine kleine Korrektur: Es sind nicht die BarCamps, die innovativ und Avantgarde sind, es sind die Teilnehmer (wenn überhaupt).

  7. Kathrin

    …derweil möchte ich mal unterstellen, dass es bei jedem Anmeldeverfahren irgendwas zu meckern geben wird, ob es nun Auslosen oder First-Come-First-Serve ist. Selbst bei unserer Idee mit den „Neuling“-Listen gabs massive Beschwerden, jedenfalls soweit ich mich recht entsinne.

    Ich habe bisher kein *Camp erlebt, bei dem die Quote an Anfängern oder Interessierten auffallend niedrig war, unabhängig von der jeweiligen Anmeldemethode. Und ich halte es für falsch, die „alten Hasen“ dann in irgendeiner Weise zu benachteiligen – und das sage ich nicht nur als jemand, der schon viele BarCamps besucht hat.Ein BarCamp lebt von denen, die teilnehmen – da muss sich jeder an die eigene Nase packen.

    Zudem wurde der Anmeldetermin des BCRuhr seit einer ganzen Weile bereits kommuniziert, es war ja kein Überraschungsangriff 😉

  8. Stefan Evertz Artikelautor

    Um hier einem Missverständnis vorzubeugen: Mir ist durchaus klar, dass auch das Windhundverfahren seine Macken hat. Die Nachfrage bezog sich nur darauf, wo diese Kritik im Umfeld von BarCamps hochkam.

  9. Frank Huber

    Hallo Stefan,

    zu Deiner Nachfrage: http://twitter.com/macava/status/8234259347
    und ff. Tweets + Diskussion

    Für das PhotoCamp haben wir aus dem DesignCamp und dem geänderten Verhalten der Teilnehmer gelernt. Natürlich gibt es gerade jetzt einen Spagat zwischen Offenheit und Selektion zu meistern, den wir aber versuchen zu lösen.
    Und zwar im Sinne der aktiven motivierten Teilnehmer, die zum BarCamp etwas beitragen und nicht am Samstag früh schon eine Verlosung mit Mittagessen und T-Shirt einfordern … Du verstehst was ich meine …

    In diesem Sinne alles Gutes für’s BCRuhr!

    LG,

    Frank

  10. Christian

    …Ein BarCamp lebt von denen, die teilnehmen.

    Volle Zustimmung. Ich bin nach der Erfahrung von Sonntag (DesignCamp) mal gespannt auf die Ergebnisse des RuhrCamp.

    Ich hatte jedenfalls den Eindruck, daß die leicht übernächtigten Teilnehmer am DC der Veranstaltung eher den Charakter einer der üblichen PC-LAN-Partys beigemessen haben… Ich finde es a) respektlos von den Vortragenden wenn sie sich nicht angemessen auf Ihren Vortrag vorbereiten und b) respektlos von den Teilnehmern, wenn sie sich nicht an die Absprachen der Sessionort/-zeiten halten (was nicht schwierig gewesen ist im CCN).

    Vielleicht sehe ich das etwas „engstirnig“ weil ich beruflich (als Selbständiger) häufiger präsentiere, aber wenn ich ellenlange Monologe höre ohne, daß es jdm. interessiert und andererseits Basis-Photoshop-Spielereien andererseits frage ich mich echt, ob die Leute nur paar lustige kostenlose Stunden absitzen und am iPhone neue Apps austauschen wollen…

    Mir stellt sich da einfach die Frage, ob so eine Veranstaltung nicht doch was kosten sollte und dann einfach mal mehr Niveau erzeugt, weil die Trittbrettfahrer außen vor bleiben…

  11. Frank Huber

    „Mir stellt sich da einfach die Frage, ob so eine Veranstaltung nicht doch was kosten sollte“ – ich denke diese Erkenntnis teilen inzwischen viele BarCamp-Organisatoren. Beim PhotoCamp arbeiten wir daher auch an einem Pfand / einer Kaution, die das BarCamp weiter kostenlos durchführbar macht, aber Trittbrettfahrer von vorne herein abschreckt. Es ist wirklich jammerschade, aber anders scheint es nicht zu gehen.

  12. Pingback: Mixxt-Arschloch-Filter für barcamp-Anmeldungen : powerbook_blog

  13. Stefan Evertz Artikelautor

    @Christian: Ich weiß nicht, bei wievielen und welchen BarCamps du warst – die von dir beschriebenen bedauerlichen Vorkommnisse habe ich zwar auch schon erlebt, bilden aber eben die Ausnahme.

    @Frank:
    Den Tweet von @macava (und die wenigen daraus resultierenden Tweets) habe ich gelesen, wobei das in meiner Wahrnehmung noch nicht in die Kategorie „fundierte Kritik“ gehört – da reichen dann 140 Zeichen in aller Regel doch nicht 😉

    Ansonsten: Wie schon drüben bei Mirco kommentiert, ist ein Pfand-/Kautions-Ansatz leider keine ernstzunehmende Option – zumindest meiner Meinung nach.

  14. Frank Huber

    Hallo Stefan,

    wie fundiert die Kritik ist, belegt ja der o.g. Blogpost zum Mixxt-Filter schon mal ganz eindrucksvoll. Sachlich betrachtet sind die dort genannten Maßnahmen wie z.B. eine Blacklist der BarCamp-Schwänzer oder eine Schutzgebühr eben doch sehr diskussionswürdig.

    Aber wie gesagt: Es gibt diese Mißstände und wir sollten unsere kollektive Intelligenz einfach dafür einsetzen, eine kluge und akzeptable Lösung zu finden, die niemand den Spaß an BarCamps verdirbt und vielleicht sogar eine ganz neue Form der Teilnahme ermöglicht.

    Ich bin sicher, zusammen schaffen wir das.

    LG,

    Frank Huber

  15. Christian

    @Stefan: Ich war bisher nur auf einem BC. Ja, ich höre den Aufschrei, aber ich war schon auf einigen anderen gleichwertigen (BC-ähnlichen) Veranstaltungen, die teils kostenpflichtig und teils kostenlos waren. Organisation ist ein hartes Brot und Flexibilität gehört immer zu sowas. Aber einfach mal gemeinschaftlich getroffene Vereinbarungen zu ignorieren ist auf KEINEM Netzwerktreffen angebracht.

    Meiner Erfahrung nach verringert sich der Anteil der Schlamper aber drastisch, wenn der Besuch von sowas kostet – egal was und wieviel. Leute nehmen Sachen nämlich ernster, für die sie sich anstrengen müssen…

    @Frank Huber: …eine ganz neue Form der Teilnahme ermöglicht.
    Ich glaube nicht, daß es was KOMPLETT neues sein muß. Vielleicht legt man die Hemmschwelle nur ein klein wenig höher und trifft klare Absprachen an die man sich hält. Wie im normalen Leben auch: klare Regeln helfen Missverständnisse (und Frust) zu vermeiden.

    Ich triffte etwas ab, sorry…

  16. Frank Huber

    @Christian Danke – dem Argument kann ich zustimmen: Leute nehmen Sachen nämlich ernster, für die sie sich anstrengen müssen…
    Daher wollen wir beim PhotoCamp die Plätze auch meistbietend versteigern. OK, nur ein Scherz -jetzt trifte ich ab … wie wir die Hemmschwelle nur ein klein wenig höher legen wollen und welche Ideen zu neuen Formen der Teilnahme wir uns fürs PhotoCamp überlegt haben, gibt’s hier zu lesen: http://photocamp.mixxt.de/networks/blog/post.firstmedia:2

  17. Christian

    @Frank: Ein vernünftiger Ansatz, ich wünsche Euch damit Erfolg.

    Um aber noch ein anderes Beispiel zu zeigen, wie man es machen KÖNNTE (selbst wenn die Seite leider nicht mehr aktuell ist): http://multimediatreff.de/index.php

    Dort wurden u.a. die Teilnehmer mit ihrem fachlichen Kontext erwähnt, aber teilanonymisiert. Inwiefern das natürlich dem BC-Gedanken entspricht sei dahingestellt…

    Da ich aktuell auch in die Orga. eines vergelichbaren Treffens eingebunden bin, überlegen wir aktuell schlicht einen Eintritt („Unkostenbeitrag“) vorab klar zu kommunizieren. Dafür ist aber auch Nutzen geboten in Form eines klaren Programms mit Inhalten.

    Ich weiß, daß BCs eher als kreative „think tanks“ gesehen werden möchten, denke aber, daß die neuen Impulse tendenziell stärker von den Leuten kommen, die sich auch wirklich damit auseinandersetzen/beschäftigen.

  18. Stefan Evertz Artikelautor

    Ganz ohne Aufschrei (@Christian) wollte ich damit eben nur sagen, dass ich solche Erlebnisse (schlechte Vorbereitung, „unzuverlässige“ Teilnehmer, etc.) auch schon bei BarCamps hatte – es aber eben nach meinem Empfinden die Ausnahme ist. Denn wenn es die Regel wäre, würde ich mir nicht mehr die ehrenamtliche Mühe machen, solche Events zu organisieren …

    Und wie schon drüben bei Mirco kommentiert (dort vermisse ich übrigens deine Beteiligung, Frank) – vielleicht sollte man einfach auch mal die diversen No-Shows aus Köln befragen, bevor hier weiter an der Kristallkugel herumwischen. Denn wenn man nicht weiß, was das Problem ist, kann man es auch nicht lösen.

  19. tboley

    Die im powerbook_blog geäußerte Idee mit einer Teilnahmegebühr finde ich, gerade auch wegen der damit verbundenen Filter-Funktion, sehr interessant. Wenn ich für die Anmeldung 10 Euro zahlen muss, werde ich mich wohl kaum mal auf Vorrat anmelden. Nach 6 Minuten waren die Listen schon voll – das hinterlässt nicht nur bei mir, der ernsthaft daran teilnehmen wollte, ein bitteres Gefühl. Bereits im letzten Jahr war das Anmeldeverfahren nicht gerade glücklich.

  20. Frank

    Zuerst einmal meinen Glückwunsch zu dem Erfolg im Vorfeld!

    Als ein Betroffener frage ich dann mal, wie die Warteliste nun gehandhabt wird? Gibt es irgendwann wieder ein Windhundrennen oder rückt ein Wartelistenteilnehmer automatisch nach, wenn ein Platz freigeworden ist?

    Was den Ablauf an sich angeht denke ich, dass es nie den richtigen Zeitpunkt für eine Listenöffnung geben wird. Ich kann unter Tags eher als am Abend; bei anderen ist es genau umgekehrt.

    Die Idee einer Kaution erachte ich als zu aufwendig! Wer soll das denn verwalten? Einen einen Teilnahmebeitrag könnte ich hinnehmen, wenn das Geld wirklich dem Barcamp zu Gute kommt und die Qualität steigt. Sei es in Sachen Location, Catering oä. Auch hier stellt sich die Frage, ob der Mehraufwand handhabbar ist oder nicht eher hinderlich ist…

  21. Florian

    Nachdem ich schon auf einigen bc war scheint mir das system der barcamps in london recht gut: auch dort gibt es das windhundsystem, allerdings gibt es mehrere welle an tickets die ausgegeben werden, so dass auch die leute eine chance haben, die nicht ständig am rechner sitzen (oder ed wie ich eibfach verpennen)

  22. Stefan Evertz Artikelautor

    @tboley: Es tut mir leid, dass es dich auch dieses Jahr wieder erwischt hat bzw. du es wieder nicht auf die Liste geschafft hast. Gehen wir aber mal davon aus, dass alle Teilnehmer die angesprochenen 10 EUR hätten zahlen wollen. Dann wäre es doch wieder zu einem Windhund-Problem geworden, oder 😕

    @Frank: Sobald Plätze frei werden (also Teilnehmer auf „ich nehme nicht teil“ klicken), rücken Personen von der Warteliste automatisch nach. Weiterhin bekommst du eine Nachricht via mixxt, wenn du „dabei“ bist. Deine genaue Position auf der Warteliste sieht man übrigens im eigenen Profil bei mixxt.

    Zum (in meinen Augen sehr problematischen) Handling von Pfand-Beträgen hab ich schon drüben bei Mirco kommentiert. Da scheint mir eine (nicht zu erstattende) Teilnahmegebühr von 10 EUR zumindest interessanter (wenn auch insgesamt eher keine Option) zu sein, auch wenn dann ein kleiner Teil des Geldes an Anbieter wie Amiando gehen würde…

  23. geby

    Ich bin mir relativ sicher, dass die „Windhund“ Anmeldemethode nicht perfekt ist, jedoch bin ich ebenfalls ziemlich sicher, dass es keine besseren in diesen konkreten Fällen gibt.

    Meiner Meinung müsste man eher dahingegende Gedankenspiele anstellen, dass das BarCamp Ruhr einfach ein zu großen Einzugsgebiet respektive zu wenig Konkurenz hat.

    Würde es zusätzlich ein Barcamp Essen, Barcamp Dortmund, Barcamp Oberhausen geben könnte das z.b die Situation beim BCRuhr entspannen.

    An der Anmeldemethode lässt sich glaube ich eher das geringste optimieren.

  24. Frank Huber

    @Stefan Evertz leider muss ich halt noch „nebenbei“ arbeiten und mich um meine Kunden kümmern, und kann nicht überall kommentieren … sorry for that. Aber lass‘ uns mal den „rough consensus“ auf den Punkt bringen: Windhund-Verfahren ist nur die zweitbeste Lösung, Vorschläge für andere müssen ausprobiert werden, Schutzgebühr im Sinne einer Kaution eher Nein, Teilnahmegebühr eher Ja.

  25. Christian Spließ

    Zuerst mal: Glückwunsch.
    Zum Anmeldeverfahren: Es wird natürlich immer Kritiker geben – ups, das war mal was. 😉 Das neue Gesichter nun gänzlich fehlen würden bei Barcamps – also es gibt etliche Namen und Gesichter bei den Teilnehmern, die ich nicht einem „harten Kern“ oder den „üblichen Verdächtigen“ zuordnen würde. Das ist, da hat Stefan Recht, nur ein verhältnismäßig kleiner Teil.

    @Christian: Was macht denn dieser Multimediatreff denn jetzt so anders beim Anmeldeverfahren? Voranmeldung bei Interesse gabs beim BarcampRuhr3 ja auch… Ich sehe da momentan keine Konzept, dass irgendwie anders wäre. Vielleicht kannst du das ja nochmal erläutern. Das mit der Teilanonymisierung gehört meines Erachtens nicht zum Anmeldungs-Prozedere, das ist eher organisatorischer Nachklapp.

    Pfand oder Kaution – davon halte ich auch nichts. Hält keinen davon ab, a) nach der Anmeldung nicht zu erscheinen und b) das Pfand dann nicht doch dazulassen… Selbst wenns höherwertig ist. (Bibliothekserfahrungen. ;-))

    Generell ist ein Barcamp ja offen für alle, aber diese Offenheit findet ihre Grenzen in der Angebot des Raums und der Organisation. Theoretisch fände ich die Alternative, dass jeder wirklich auch spontan vorbeischaut total toll – aber selbst dann müsste man sicherstellen, dass zumindest die Präsentationen abgehalten werden und die Referenten da sind. Was dann irgendwie eher in Richtung eines Cons geben würde.

    Insofern: Das aktuelle Anmeldeverfahren hat seine Schwächen, aber es ist momentan das beste, was wir haben. 😉
    Ad Astra

  26. Stefan Evertz Artikelautor

    @Frank Huber: Arbeiten müssen wir alle noch „nebenbei“. Die Diskussion drüben bei Mirco betrifft dich (als Mitorganisator des Designcamps) nur weit mehr als mich (oder das BarCampRuhr3) – deshalb war ich nur verwundert, wieviel du hier kommentierst, während drüben nichts kam.

    Ansonsten für die Akten: Das ist dein „rough consensus“, nicht meiner. Und ich kann es nur wiederholen: Bevor man nicht weiß, was das Problem ist, kann man es auch nicht lösen.

  27. Frank Huber

    Das aktuelle Anmeldeverfahren hat seine Schwächen, aber es ist momentan das beste, was wir haben. Darf ich nur mal ganz leise anmerken, dass dieses Verfahren uns seit der Steinzeit bekannt ist und seitdem Generationen von Sozialwissenschaftlern und Ökonomen an Lösungen arbeiten. Was in Köln passiert ist nennt man in der Fachsprache Freerider-Problem. Es gibt zumindestens inzwischen Dutzende von Lösungen für derartige Verteilungsprobleme und es ist interessant wie schnell hier die Idee des Preismechanismus (Teilnahmegebühr) von alleine ins Spiel kommt. Was wir schaffen müssen ist der Rahmen bzw. klare Regeln für eine spontane Ordnung – den BarCamp-Plätze sind eben nun mal „knappe Güter“ die wir entsprechend optimal verteilen wollen. Ein Verharren auf der Stufe 1 der Evolution ist m.E. angesichts der Fülle an Erfahrungswissen fast schon fahrlässig, mehr zur Verteilung knapper Güter hier http://de.wikipedia.org/wiki/Ressourcenallokation – Alternativentwürfe herzlich willkommen.

  28. Frank Huber

    @Stefan Evertz kannst gerne die Befragung durchführen – und Dir die Ausreden verschiedenster Art anhören. Ich habe für so was keine Zeit, weil mich Ergebnisse interessieren. Und da ist unser klares Ziel: wie kommen diejenigen zu einem BarCamp-Platz, die interessiert und aktiv sind und nicht die, die vielleicht nur den schnellsten Finger haben.
    Für die Akten: was ist denn Dein „rough consensus“.
    P.S.: Ich unterschreibe alles blind, was @bindermichi sagt oder schreibt.

  29. jog

    @gelby: ich denke nicht, dass ein weiteres bacamp im ruhrgebiet die Situation entzerren würde, denn das barcampruhr im unperfekthaus mit seiner Orga ist mE etwas besonderers. Im sehr positiven Sinne. Nur als Beispiel. Ende letzten Jahres gab es ein barcamp Bielefeld, was ja nun vom Pott auch einfachst zu erreichen gewesen wäre, da hat man von den 200 verfügbaren Plätzen kaum 100 vergeben können.

    Generell finde ich ein Losverfahren besser und habe nichts gegen 10 Euro. Das wohl aber nur, weil ich eben arbeite. Das ein Student eher gegen 10 Euro wäre und für das First-come-first-serve Prinzip kann ich ebenfalls gut nachvollziehen.

    Mich nervt eher dieses „Wir blocken uns mal einen Platz und sagen den dann am letzetn Tag vorm Camp ab“ Geeiere. Ich denke sowas kann man eher unterbinden, wenn man ein paar Euro verlangt. Das BarcampHH war ja auch extrem schnell ausgebucht. Da stand ich dann bis zwei Tage vorm barcamp auf einem Wartelistenplatz, der jenseits von gut und böse war. Trotzdem hätte ich dann eine Platz haben können, bloss konnte ich das dann nicht mehr alles organisieren. Mann hat Familie.

    Aber wahrscheinlich diskutiert man in 3 Jahren immer noch die gleichen Geschichten, weil es eben ziemlich unterschiedliche Interessengruppen gibt, die gleichstark vertreten sind. Die von mir skizzierte Lösung (powerbook blog) ist sicherlich nicht perfekt und ich höre schon die Blockwart-Rufe, obschon ich meine, dass eine Verlosung immer fairer ist als First-come-first-serve, weil es bei einer Verlosung ja vom Zufall abhängt und nicht davon, ob man zu einer bestimmten Zeit die Möglichkeit hat, sich an einen Rechner zu setzen oder sein iPhone (etc) zu ziehen.

    Im Grunde gebe ich aber Frank recht: „Es gibt diese Mißstände und wir sollten unsere kollektive Intelligenz einfach dafür einsetzen, eine kluge und akzeptable Lösung zu finden, die niemand den Spaß an BarCamps verdirbt und vielleicht sogar eine ganz neue Form der Teilnahme ermöglicht.“

  30. Frank Huber

    … wer übrigens noch ein Diplom- oder Doktorarbeitsthema sucht könnte sich ja mal Gedanken machen zu „Verteilungsproblemen bei der Vergabe von BarCamp-Plätzen“ und die zur Wahl stehenden Verteilungsverfahren versuchen spieltheoretisch zu modellieren und anschliessend empirisch zu überprüfen. Prof. Selten (Bonn) oder Prof. Ockenfels (Köln) wären da sicher gute Ansprechpartner …

  31. Christian

    kur kommentiert: Der Multimediatreff kündigte keinen „Startschuss“-Termin für die Vergabe von Plätzen an. Wer sich anmeldete nachdem er davon erfuhr wurde eingeladen bzw. gebucht.

    …und zum Argument 10€ sind für einen Studenten zuviel: Es ist nicht jede Woche BC (…und für was so manche ‚Studenten‘ deutlich mehr als 10€ ausgeben kann man sich denken: ich sach nur Tech-Gadgets…)!

    Insofern wiederhole ich mich: Wem es das WERT IST dort teilzunehmen, der zahlt auch. Das UPH nimmt übrigens als regulären Eintritt (wobei es dort anders genannt wird) 5,50. Kann mir keiner erzählen, daß da auch nicht 10€ je Teilnehmer drin sind…

  32. Jens Matheuszik

    Interessante und spannende Diskussion. Interessant finde ich vor allem wie aus zwei Beiträgen (bei Twitter bzw. in einem Blog) fundierte und relevante Kritik wird. Nicht das ich deren Meinungen nicht verstehe (und ich schätze auch beide Personen), aber ich finde die Diskussion hat so eine Art Meta-Charakter und müsste eigentlich im Rahmen einer Session bei einem BarCamp BarCamp ausdiskutiert werden.

    Man kann es nie allen recht machen – egal welche Methode gewählt wird. Ich denke jedoch, dass die potentiellen BarCampRuhr3-Interessenten ausführlichst über das Procedere informiert worden sind. Und dafür muss man nicht bei Twitter andauernd Reload drücken sondern einfach nur mal die Blogbeiträge z.B. beim Organisator Stefan Evertz (also hier) oder aber die #bcruhr3-Mails lesen, wo das alles haarklein erklärt worden ist.

    Wenn es dann trotzdem nicht klappt ist das schade, aber meine Erfahrung zeigt, dass man oft über die Reservelisten es dann doch noch schafft.

  33. Frank Huber

    @Jens Ich finde jede sachlich vorgetragene Kritik relevant. Falsches wird auch nicht dadurch richtig, wenn es 1000fach wiederholt wird. Ich finde gerade den Meta-Charakter der Diskussion spannend und egal ob er als Session auf dem BarCamp geführt wird: wir brauchen mehr Auseinandersetzungen mit den Themen, sonst werden wir die nicht lösen und noch in x Jahren uns mit der zweitbesten Lösung rumplagen. Im Kern geht es um ein Problem das so alt ist wie die Menschheit: um das Verteilungsverfahren für die Plätze. Es gibt verschiedenste Verteilungsverfahren: Windhundverfahren, Versteigerung, Rationierung, Zuweisung durch Orga-Team, etc. – „politisch“ sinnvoll wäre diese Verfahren zur Wahl zu stellen und vor jedem BarCamp demokratisch darüber abzustimmen. Denn die m.E. Hauptkritikpunkte am Windhundverfahren sind
    1. es ist potenziell unfair
    2. es ist nicht effizient.
    Ausserdem kann es meines Erachtens nicht Ziel eines BarCamps sein, Plätze schnellstmöglich zu vergeben, sondern es muss Ziel sein, die Plätze an die richtigen (d.h. interessierte, motivierte und aktive) Teilnehmer zu vergeben.
    Da Geschwindigkeit kein BarCamp-relevanter Faktor ist, könnte man die Plätze provokant formuliert z.B. auch gleich nach Hautfarbe vergeben.
    Mein Fazit: das Windhundverfahren ist nicht nur eine bequeme, sondern ein suboptimale Lösung, die sich zwar am Status Quo orientiert aber zum Gelingen eines BarCamps eher weniger beiträgt. Denn man muss sich auch immer fragen, wieviele Sessions oder Teilnehmer man durch dieses willkürliche Verfahren verloren hat.

  34. Stefan Evertz Artikelautor

    @Frank Huber: Langsam komme ich zu der Einschätzung, dass wir hier per Diskussion nicht mehr weiterkommen. Du scheinst eine genaue Vorstellung davon zu haben, welche Leute wirklich auf ein BarCamp gehören – und dass sie offenbar durch die bestehenden Anmeldeverfahren ausgeschlossen werden. Du weißt auch genau, was dafür verantwortlich war, dass beim DesignCamp am Sonntag 70% NoShow zu verzeichnen waren (so ich den Wert nicht falsch verstanden habe), und hast auch schon eine Strategie, wie das künftig verhindert werden kann. Das kann alles richtig sein. Das kann auch Quatsch sein – darum geht es hier aber eben nicht.

    Denn genauso wie du für dich in Anspruch nimmst, hier die „richtige“ Perspektive zu haben, musst du auch anderen zubilligen, dies für sich und die Veranstaltungen, die sie (mit-)organisieren, in Anspruch zu nehmen.

    Ich wünsche dir jedenfalls bei deinem angedachten Test beim PhotoCamp viel Erfolg. Und bin gespannt, wie das Experiment ausgehen wird.

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  37. Frank Huber

    @Stefan Ja, wir kommen wirklich nicht weiter – v.a. weil mir die konstruktiven Vorschläge fehlen wie es besser gemacht wird. Nehme aber bitte auch wenigstens zur Kenntnis, dass hier relevante Kritik am Anmeldeverfahren des BarCampRuhr3 manifestiert wurde und die Diskussion ein gewisses Ausmaß angenommen hat.
    Meine Meinung ist klar: Das Windhundverfahren ist ein Verfahren das keine gerechten Lösungen hervorruft. Es sei denn die Gruppe der Teilnehmer ist so klein, dass alle eigenmotiviert erscheinen und zum BarCamp beitragen – so wie beim DesignCamp 2009 das ich als Ideengeber ins Leben gerufen habe. Wie schnell sich die Umstände aber ändern können sehen wir jetzt und es wäre wie gesagt fahrlässig unsere Erfahrungen anderer BarCamp-Organisatoren nicht zugänglich zu machen. Das heisst aber noch lange nicht, dass wir z.B. No-Show-Raten A und B einführen, d.h. welche bei denen man z.B. mittels Scheinwerwerb an einer Uni oder FH zur Teilnahme ermutigt wird oder sonst irgendwie an den Parametern dreht – während andere nach wie vor mit der Standardmethode arbeiten und sich dann vergleichen lassen müssen. Fakt ist: das Windhundverfahren hat uns beim DesignCamp schwer enttäuscht und beim BarCampRuhr3 hat es einige potentielle Teilnehmer auch nicht überzeugt. Ich stehe z.B. auch auf der Warteliste – nur so als Beispiel.

  38. Stefan Evertz Artikelautor

    @Frank Huber: Es ist doch ganz einfach: Bei nicht mal 200 Plätzen im Unperfekthaus gibt es keine „faire“ Lösung, denn die Nachfrage wird immer das Angebot übersteigen. Da kannst du noch so lange an irgendwelchen Lösungen herumschrauben und eine „Teilnahme für alle“ versprechen – mehr Platz ist da einfach nicht. Aber ich will hier nicht eine weitere Diskussion lostreten.

    Du forderst Lösungen für etwas, dass ich nicht als zentrales Problem ansehe (und offenbar ausser dir auch nur sehr wenige Menschen) . Es ist schade, dass nicht alle kommen können (siehe Artikel oben). Und es werden Menschen nicht kommen könne, die auch ich gerne (wieder) getroffen hätte.

    Aber ich baue hier nur ein „Forum“ und schaffe einen Rahmen. Und es werden mindestens 160 interessierte Menschen zusammenkommen, die sich ein Wochenende lang (im Regelfall in ihrer Freizeit) mit spannenden Themen beschäftigen. Es ist jetzt noch nicht genau absehbar, welche Menschen vor Ort sein werden, welche Themen sie mitbringen und was sie lernen werden. Aber genau diese Unsicherheit bzw. die daraus resultierende Energie macht für mich ein BarCamp aus, denn jeder einzelne muss sich einbringen, damit es funktioniert.

  39. Maik Wagner

    Einen Punkt noch zum Anmeldeverfahren und zur Vermeidung von No-Shows:
    Ein Pfandverfahren, bei dem mit Bargeld hantiert wird, ist unzumutbar, da gebe ich dir Recht, aber wie wäre es mit einem Pfandverfahren, das über einen externen Dienstleister abgewickelt wird?
    Man könnte von mir aus amiando fragen, ob sie das hinbekommen, den Leuten, die vorab ihre 20 EUR bezahlt haben, das Geld hinterher wieder auszubezahlen. Grundsätzlich verfügen die über die Daten, um Menschen, Konten und Geld richtig zuzuordnen, keine Ahnung, warum es beim MBC hakt, aber damit wäre man als Veranstalter die Verwaltung los und die
    3,50 EUR Verwaltungsgebühr sollen sie von mir aus gerne haben.

  40. Stefan Evertz Artikelautor

    @Maik:
    Zunächst einmal würde ich sagen, dass die NoShow-Quote sehr häufig in der Region „20 Prozent“ liegt und damit zumindest ansatzweise kalkulierbar ist. Man überbucht ein wenig und schon passt es soweit. Das DesignCamp Köln war da wirklich ein trauriger Ausreißer.

    Die Idee des „dienstleistergestützten“ Pfandverfahrens finde ich aber überraschend, gut und auf den ersten Blick auch sehr spannend. Allerdings würde ich es als Organisator nicht übers Herz bringen, sehenden Auges zur NoShow-Reduzierung Geld bei Amiando zu lassen, das man auch direkt fürs BarCamp verwenden könnte. Denn wenn beim #bcruhr3 160 Leute bereit wären, EUR 3,50 zu zahlen, kämen wir auf EUR 560 – damit kann man schon eine nette Abendveranstaltung zaubern…

  41. Frank Huber

    Vielleicht liegt es daran, dass ich gerade „A beautiful mind“ gesehen habe: aber Geld oder ein finanzielles Pfand sind eigentlich auch ein Irrweg. Denn diese Methode dient auch nicht dem Ziel, motivierte und aktive BarCamp-Teilnehmer zu identifizieren und zum Mitmachen zu motivieren. Fürs PhotoCamp sind wir gerade am überlegen wie wir exakt das Interesse und nicht Schnelligkeit oder finanzielle Möglichkeiten als Zuteilungskriterium fassen können. Das ist keine einfache Aufgabe, aber wir versuchen es.
    Unabhängig davon, kann eine Schutzgebühr sinnvoll sein, um bei zu geringer Sponsorenresonanz ein BarCamp unabhängig durchzuführen.

  42. Stefan Evertz Artikelautor

    Langsam komme ich zu der Einschätzung, dass du offensichtlich immer andere und vor allem – nach deinen Maßstäben – deutlich „schlechtere“ BarCamps besucht hast als ich. Denn scheinbar waren dort ja immer die falschen, desinteressierten, unmotivierten und passiven Teilnehmer, die ich hingegen bei den BarCamps, die ich besucht / organisiert habe, eher selten wahrgenommen habe.

    Das ist schade. Und ich kann dir nur wünschen, dass diese „Pechsträhne“ irgendwann aufhört.

  43. Frank Huber

    Lieber Stefan, ich weiss nicht, was diese persönlichen Angriffe hier sollen. Ich bin nicht gewillt auf diesem Level eine Diskussion zu führen und hätte eigentlich von Dir etwas mehr Offenheit und Urteilsgabe erwartet. Mir Dinge zu unterstellen, die ich NIE gesagt habe, zeigt schon welche Motiviationen hier am Werke sind. Viel‘ Spaß aber bei Deiner weiteren Jagd nach Rekorden und Höchstleistungen! (Deinen Kommentar nehme ich hiervon ausdrücklich aus.)

  44. Stefan Evertz Artikelautor

    Lieber Frank,

    wenn du die Wiedergabe meiner Wahrnehmung als persönlichen Angriff wertest, kann ich daran leider nichts ändern – gemeint ist es so jedenfalls nicht.

    Du redest hier die ganze Zeit davon, dass die bestehenden Mechanismen nicht funktionieren und das es notwendig ist, es besser zu machen. So nehme ich zumindest deine obenstehenden Einschätzungen wahr, teile sie aber (wie bereits mehrfach kommentiert) quasi überhaupt nicht und versuche nur zu verstehen, wie du zu zur – in meinen Augen – verfälschten Perspektive bzw. Wahrnehmung kommst, es würde hier ein ernsthaftes Problem geben.

    Mit diesen Erklärungsversuchen mag ich falsch liegen – genauso wie mit der Wahrnehmung deiner Einschätzung. Und das man auf einen scheinbar persönlichen Angriff entsprechend „mit gleicher Münze“ reagiert, kann ich auch noch ansatzweise verstehen. Deine Spekulationen über meine Motivationen und die von dir erspürte „Jagd nach Rekorden und Höchstleistungen“ lasse ich daher einfach mal unkommentiert stehen.

    Ich gehe aber auch davon aus, dass du hier – sofern du überhaupt noch bei mir im Blog kommentieren möchtest – künftig wieder im Rahmen normaler Umgangsweisen kommunizierst bzw. kommentierst. Ansonsten solltest du von weiteren Kommentaren absehen.

    Abschließend kann ich aber nur erneut feststellen: Wenn du einen „neuen“ Weg bzw. ein neues Anmeldeprocedere für das PhotoCamp austüfteln bzw. ausprobieren möchtest, dann ist das dein gutes Recht als Organisator. Mach einfach – meinen Segen brauchst und willst du da ganz sicher nicht. Und in jedem Fall wünsche ich allen Beteiligten ein spannendes PhotoCamp!

  45. Frank Huber

    Stefan nimm‘ doch einfach nur zur Kenntnis, dass es genügend Leute gibt, die das Vergabeverfahren aus unterschiedlichsten Gründen kritisieren – hier, auf Twitter, in anderen Blogs, auf Orga-Team Meetings und auf BarCamps. Und dass es Menschen gibt, die daraufhin versuchen entsprechend der jeweiligen Situation eine Lösung oder Alternative zu diskutieren, die verschiedenen zur Wahl stehenden Verfahren zu vergleichen und vielleicht zu anderen Schlüssen wie ein Stefan Evertz zu kommen. In jedem Fall wünsche ich allen Beteiligten ein spannendes BarCampRuhr3 und denen die nicht dabei sein können oder dürfen rufe ich zu: Keine Sorge, wir es gibt Menschen, die arbeiten daran, dass auch ihr nächstes Mal bei eurem Wunsch-BarCamp dabei sein könnt.

  46. Jens

    @Frank:
    Du kennst aber schon den Unterschied zwischen Unzufriedenheit, weil es mehr Nachfrage als Angebot gab und der sehr steilen These, dass mit den bisherigen Verfahren die Personen, die es Deiner Meinung nach eher nicht wert sind, es auf die Teilnehmerlisten achaffen. Abgesehen davon, dass mir die Denkweise, die dahinter steht, nicht gefällt.

  47. Frank Huber

    Mir gefällt die Denkweise nicht, die hinter der Einstellung steht, anderen Menschen einfach Dinge zu unterstellen. Vielleicht nochmal zur Verdeutlichung: wer sich mit einem Mausklick – quasi nach dem Zufallsprinzip – einen Platz ergattern kann, der wird vielleicht seine Anmeldung verschlafen, vergessen oder etwas anderes tun. Das ist das Problem. v.a. dann wenn andere auf der Warteliste stehen und z.B. eine Session vorbereitet haben. Nicht mal das wird ja z.B. abgefragt, d.h. das Verfahren ist inhaltlich so „gefährdet“ (und das wird an o.g. Posts auch deutlich), dass man sich doch mal Gedanken machen darf, wie man hier 50. Kommentare schafft. Diesen Rekord überlasse ich natürlich gerne dem Hausherrn hier. In diesem Sinne alles Gute!

  48. Stefan Evertz Artikelautor

    @Frank: Ja, ich habe zur Kenntnis genommen, dass es kritische Stimmen gegeben hat. Das steht übrigens so schon im Ausgangsartikel ganz oben auf dieser Seite. Und zum Rest habe ich mich wohl mittlerweile hinreichend geäußert.

    P.S. Ich mag mich verhört haben, aber aus deinen guten Wünschen an alle Beteiligten beim BarCampRuhr3 höre ich heraus, dass du wohl doch nicht teilnehmen möchtest. Eine Entscheidung, die ich bedauern, aber vor dem Hintergrund dieser Diskussion aus deiner Sicht sogar nachvollziehbar finden würde. Sollte ich mit dieser Wahrnehmung also richtig legen, wäre es schön, wenn du dich aus den Teilnehmerlisten wieder austrägst und den Platz für andere Interessenten freimachst.

  49. Frank Huber

    @Stefan … leider stehe ich bei beiden Tagen nur auf der Warteliste – wie so viele, die auch gerne gekommen wären und eine Session gehalten hätten. Teilgenommen hätte ich übrigens gerne – nur nochmals zur Bestätigung.

  50. Stefan Evertz Artikelautor

    @Frank: Dann kann ich dich vermutlich beruhigen. Ich gehe bei deinen derzeitigen Positionen auf der Warteliste (Sa: 27, So: 10) eigentlich davon aus, dass du es noch auf die reguläre Liste schaffen wirst. Denn es werden definitiv noch Menschen abspringen. Und eventuell kann ich auch noch einige wenige zusätzliche Plätze freigeben.

  51. Kathryn Pierzchala

    Ich bin hier über Google auf die Seite gestossen. Bitte nicht falsch verstehen, aber ich wollte eins mal wissen, wieviel Besucher habt ihr denn so täglich? Habt Ihr die Seite für Suchmaschinen optimiert?? Oder hat sich das eher von selbst im Netz herumgesprochen und dementsprechend verlinkt?

  52. Pingback: » Barcamp Ruhr 3 » Kommunikation – zweinull

  53. Pingback: #bchh2011 | fluidnetwork

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