Archiv des Monats: Januar 2009

Nach dem Blog ist vor dem Blog

von Stefan Evertz am 21.01.09 um 5:18 Uhr | 2 Antworten

Es ist noch nicht mal eine Woche her, dass Robert Basic sein „altes“ Blog unter den Hammer gebracht hat. Und schon macht er weiter – zumindest wohl erst mal in seinem neuen privaten Blog. Es fühlt sich jedenfalls durchaus vertraut an, wenn er unter „einmal Blogger immer Blogger“ schreibt:

Ohne Blog ist es ganz schön hart. Als wäre man zum Schweigen verurteilt. Aber Twitter? Twitter ist mehr wie eine Art Gefängnis, wo man für exakt 140 Schritte Ausgang bekommt. Das ist manchmal ganz nett, aber auf Dauer zu einengend.

Westentlich länger war die Pause von Michael Wöhrer, der sich vor allem mit WordPress und anderen Blog-CMS beschäftigt hat – und das stets fundiert und sehr lesenswert: Fast ein Jahr ist der letzte Beitrag her und auch da war es schon bedauerlich ruhig geworden. Michael hat sich nun gestern mit „Aktualisierung“ wieder zurückgemeldet – sehr fein 😛

Also, lieber Robert, lieber Michael: Schön, dass ihr „zurück“ seid. Freut mich, euch wieder lesen zu können, egal wie lang die Pause auch war 😉

BarCampRuhr2: Jetzt auch mit Bannern

von Stefan Evertz am 14.01.09 um 6:39 Uhr | 1 Antwort

barcampruhr2

Wie schon unter Und noch mehr BarCamps, etc. angekündigt, wird es auch in diesem Jahr wieder ein Barcamp „im Pott“ geben. Am 28.-29. März 2009 wird im Essener Unperfekthaus das BarCampRuhr2 stattfinden (mehr Infos unter www.barcampruhr.de).

Wie vor einem Jahr hat es mich wieder ins Orga-Team verschlagen – eine leichte Entscheidung, wenn man bedenkt, dass wir mindestens 80% der Vorarbeiten einfach wieder aus der Schublade ziehen können. Das sind die kleinen Vorteile, wenn der Veranstaltungsort gleich bleibt 😈

Im dahinterliegenden Netzwerk haben wir jedenfalls nun ein begleitendes Blog eingerichtet, in dem als erstes auf das „neue“ Logo und die Banner eingegangen wird (wer sich den Umweg über das Event-Blog sparen will: „Banner„). Ich bin auf jeden Fall gespannt, wie sich die Blog-Funktionalität von Mixxt schlagen wird 😉

Die Freiheit des Cowboys (Update 1-2)

von Stefan Evertz am 07.01.09 um 5:48 Uhr | 2 Antworten

sunset cowboy
Lizenz: Creative Commons License Photo: mtx
Wir alle kennen es: Alltag und Routine beherrschen den Alltag. Wir sind gefangen in zahllosen Endlosschleifen – sei es beim Einkaufen, wo man immer wieder die gleichen Lebensmittel an den selben Stellen in den gleichen Läden kauft (welche Sorten Käse gibt eigentlich es im Kühl-Regal neben „meinen“ Sorten?) oder eben auch beim „Bloggen“. Es werden regelmäßig die gleichen Feeds, Websites und Postfächer gecheckt – besonders am Morgen wird da wohl jeder „sein“ Standardprozedere haben. Bis dahin ist das alles noch „positive“ Routine – Dinge, die einem das Leben erleichtern bzw. es weniger kompliziert machen. Beim Autofahren sieht man ja auch nur noch diejenigen Schilder (und Ampeln), die man unbedingt sehen muss.

Irgendwann stellt sich dann aber vermutlich auch gedankliche Routine ein. Ähnlich mag es Patrick Breitenbach gegangen sein. Nach Jahren der kritischen Auseinandersetzung mit allen Aspekten kommerzieller Kommunikation (aka „Werbung“) kam er zu dem Entschluß, dass er sich damit nicht weiter bloggend auseinandersetzen will. Und nach einem ersten Rücktritt im Mai 2008 (inkl. stillschweigendem Rücktritt vom Rücktritt) zog er nun im Dezember endgültig einen Schlussstrich.

Daran musste ich denken, als ich gestern bei Robert Basic von seinen Überlegungen las, sein Blog zu verkaufen (und dem kurz darauf verkündeten Beschluss, es wirklich zu tun).

Und noch eine Geschichte fällt mir dabei ein: Vor diversen Jahren habe ich mal einen Menschen getroffen, der nach 9 Jahren Berufstätigkeit seinen (gutdotierten) Verwaltungsjob bei der Bundeswehr hingeschmissen – und stattdessen eine Ausbildung als Sozialarbeiter begonnen hatte. Das Leuchten in seinen Augen, als er von seiner (neuen) Arbeit erzählte, beeindruckt mich noch heute.

Denn wenn man merkt, das sich etwas einfach „nicht mehr richtig“ anfühlt, sollte man handeln und sich im Zweifelsfall neu orientieren. Es ist dabei alles andere als einfach, über seinen Schatten zu springen – aber ich glaube, dass es sich lohnt.

Und so reiten nun gleich zwei Cowboys in den Sonnenuntergang – neuen Abenteuern entgegen. Patrick bloggt (weiter) unter brainblogger.de und hat parallel mit Breitenbach und Brown eine ausgesprochen spannende Form der Firmengründung gestartet. Und Robert hat schon angekündigt, künftig unter http://buzzriders.com/ zu bloggen (auch wenn dort aktuell noch eine Baustelle zu bewundern ist).

Ich gratuliere Euch jedenfalls zu diesem ausgesprochen mutigen Schritt – und wünsche Euch bei euren jeweiligen „Neuanfängen“ viel Erfolg!

Update 09.01.09, 07:58 Uhr:
Zwei Dinge will ich noch kurz nachtragen. Roland Kühl-v.Puttkamer, der „neue“ (und alte) Werbeblogger, hat (zusammen mit dem neuen Team-Mitglied „J. Martin“) im Rahmen der neuen Podcast-Reihe „Kuschelkautsch“ vorgestern ein längeres Gespräch mit Robert geführt, bei dem u.a. auch die oben beschriebenen Parallelen zu Patricks „Ausstieg“ angeschnitten werden. Besonders spannend finde ich aber die Diskussionen über die „kognitive Dissonanz der Blogleser“ (siehe auch den lesenswerten Artikel von Martin Hiegl unter hiegl.net). Das Ergebnis kann man sich jedenfalls als Podcast unter www.werbeblogger.de anhören. Sehr hörenswert!

Zum anderen hat Robert gestern abend den Verkaufsbeginn bekanntgegeben. Der Verkauf findet in Form einer Auktion bei eBay statt. Das höchste Gebot steht aktuell bei 20.050 EUR, wobei die Auktion noch bis zum 15. Januar 2009 laufen wird.

Update 16.01.09, 06:30 Uhr
Der Vollständigkeit halber: Im Rahmen der Auktion wurde Roberts Blog gestern für 46.902 EUR an einen Hostinganbieter verkauft (siehe z.B. www.golem.de).

Ernährung umprogrammieren

von Stefan Evertz am 02.01.09 um 15:53 Uhr | 2 Antworten

Hotel Del Coronado - Dessert
Lizenz: Creative Commons LicensePhoto: VirtualErn

Unter brainblogger.de macht sich Patrick Breitenbach einige lesenswerte Gedanken, an welchen Schrauben er drehen will, um seine Ernährungsgewohnheiten zu „deprogrammieren“ bzw. umzustellen – gerade nach den „kalorienarmen“ Feiertagen sicher auch für einen größeren Personenkreis spannend 😈

Grundsätzlich finde ich es spannend, sich dem „Kalorienproblem“ auf der Metaebene zu nähern. Denn in der Tat kann man meines Erachtens nur so mittel- und langfristig „belastbare“ Ernährungsgewohnheiten entwickeln. Es ist aber doch schön, wenn man das erst richtig merkt, wenn man es bei jemand anders liest 🙄

Hier aber nun die (eingedampfte) Liste von Patricks Überlegungen:

  • Ich war bisher ein Schlinger
  • Ich war ein Resteverputzer
  • Ich war ein Kind der Kompanieküche
  • Wenigtrinker
  • Fettgeschmack
  • Bewusster einkaufen
  • Essen einteilen

Einen idealen Start für eine solche Deprogrammierung stellt meiner Meinung nach weiterhin eine Fastenphase bzw. -woche dar (siehe auch Mehr Energie durch weniger Kalorien):

Das dient nicht nur dazu, dem einen oder anderen Pfund den Stinkefinger zu zeigen, das sich über den Winter eingefunden haben mag. Darüber hinaus kann man im Anschluß an das Fasten “erneut” ein bewußteres und sinnvolleres Essen beginnen. Es ist schon erstaunlich, wie schnell man sich an steigende Essensmengen gewöhnen kann – und dagegen hilft eine gelegentliche Auszeit ganz hervorragend.

Abschließend muss ich aber auch feststellen, dass man den „Prozesscharakter“ einer solchen Umstellung nicht unterschätzen sollte. Zumindest ich persönlich habe das Problem (wenn man es so nennen will), dass ich meinen inneren Schweinehund immer wieder neu besiegen muss – und manchmal gewinnt das Tierchen dann doch. ..

Es bleibt also durchaus fraglich, ob eine solche „Umprogrammierung“ (ohne nachträgliche Feinjustierung) überhaupt möglich ist. Aber die Erkenntnis, dass eine solche Feinjustierung z.B. durch regelmäßiges Fasten (und den anschließenden „Neuaufbau“) möglich ist, kann ja auch schon ein wichtiger erster Schritt sein 😉

Ein Werkzeugkasten macht noch keinen Handwerker

von Stefan Evertz am 02.01.09 um 9:15 Uhr | Schreibe eine Antwort

Pre-CeBIT: St. Petersburg Booth: Tools
Lizenz: Creative Commons License, Photo: schoschie

Über die Jahre habe ich viel mit diesem Blog experimentiert. Ich habe verschiedene Blogsysteme eingesetzt – und ausgewechselt. Und gerade mit der aktuellen Software „WordPress“ habe ich immer wieder akribisches Feintuning betrieben, wovon vor allem die Seitenleiste profitieren konnte. Auch hinter den Kulissen habe ich eine Konfiguration gefunden, die mir schnelles – und vor allem von Spam ungestörtes – Bloggen ermöglicht. Alles in allem sitze ich also mittlerweile vor einem nahezu perfekt optimierten Werkzeugkasten.

Und auch an Themen, die mich bewegen, mangelt es nicht. Das zeigt mir schon ein Blick in meinen Entwurfsordner, in dem aktuell mehr als 40 Artikel bzw. deren Rohfassungen schlummern. Und auch der eine oder andere gebloggte Verweis auf geplante Artikel schlummert im Archiv.

Man kann also feststellen: Es gibt „die Arbeit“ ( = Themen). Und es gibt die passende Auswahl an „Werkzeugen“ (= optimierte Blogsoftware). Was es nicht (oder nur noch deutlich reduziert) gibt, ist freie Zeit.

Das nennt man wohl Ironie des Schicksals.

Frohes Neues Jahr!

von Stefan Evertz am 01.01.09 um 12:28 Uhr | 2 Antworten

Ich wünsche allen Lesern, allen Freunden, Bekannten und Verwandten Euch ein

„Frohes Neues Jahr!“

pyronale berlin 2006 (XI)
Lizenz: Creative Commons License, Photo: extranoise

Ich hoffe, Ihr habt die Weihnachtsfeiertage und etwaige Sylvesterfeierlichkeiten gut überstanden und könnt frisch ins noch junge Jahr starten. Und denen, die diese Tage im Krankenhaus verbringen mussten (und vielleicht noch müssen), wünsche ich alles Gute!