WordPress 2.2 da und hier (Fluchendes Update)

von Stefan Evertz am 17.05.07 um 17:08 Uhr |

Seit gestern ist sie nun da, die Version 2.2 der Blogsoftware „WordPress“ (siehe auch wordpress.org[1]). Die Veränderungen sind zwar überwiegend „kosmetischer“ Natur (siehe auch blog.wordpress-deutschland.org[1]):

Das Hauptfeature dieser Version ist die Integration der WordPress-Widgets in das System. Mit Widgets können Elemente der Sidebar via “drag & drop” arrangiert werden, ein Eingriff in Themedateien entfällt damit. Weitere Features sind die vollständige Atom 1.0 Unterstützung, ein neuer Blogger-Importer und eine verbesserte Kommentarbearbeitung. Probleme die bei der Aktivierung von Plugins oder bei der Bearbeitung von Dateien auftreten können, werden besser abgefangen.

Nachdem aber bei diesem Update 244 Dateien geändert wurden (siehe auch blog.wordpress-deutschland.org[2]), wird es offenbar diesmal keine Fortführung der 2.0.X-Reihe mehr geben. Aus diesem Grund habe ich hier im Blog eben den Sprung von 2.0.9 auf 2.2 gewagt, auch da ich schon den Sprung zur 2.0.10 (siehe auch wordpress.org[2], blog.wordpress-deutschland.org[3]) zeitlich nicht geschafft habe.

Die aktuelle Originalversion findet sich unter wordpress.org[3], die eingedeutschte DE-Edition unter wordpress-deutschland.org.

Die gute Nachricht: Soweit hat das Update ohne das geringste Knirschen geklappt – jedenfalls habe ich nichts gespürt. Und einen ersten positiven Effekt hat die Umstellung bereits gehabt. Die bisher hier sehr unzuverlässige „automatische Datensicherung“, d.h. der Versand der Datenbanksicherung per E-Mail zu festgelegten Zeiten, läuft absolut stabil. Und ich werde gleich den Zeitpunkt von „stündlich“ wieder auf „täglich“ stellen 😉

Sollte es aber dennoch irgendwo haken, bitte ich um kurze Rückmeldung 🙄

Update 17.05.07, 18:05 Uhr
Scheinbar gibt es doch störende Seiteneffekte. Die Darstellung der einzelnen Artikel will zur Zeit noch nicht richtig (zumindest im IE und in Firefox, in Opera klappt es…). Ein sehr merkwürdiges Phänomen, wenn man bedenkt, dass ich die Theme-Dateien (inkl. CSS) nicht angefasst bzw. geändert habe. Jemand eine Idee?

Update 17.05.07, 23:42 Uhr
Problem behoben. Es war ein Plugin, das für die Kommentare Quicktags anzeigt (Hier bitte ein Emoticon denken, dass 100mal gegen eine Wand schlägt…) und das jetzt deaktiviert ist. Es gibt Sachen, die sollte man nicht „im Vorbeigehen“ erledigen – auch nicht am Feiertag 👿

11 Gedanken zu „WordPress 2.2 da und hier (Fluchendes Update)

  1. Ralf

    In der Einzelansicht ist der Hintergrund komplett weiß (Screenshot)
    Gefällt mir allerdings sogar etwas besser als mit dem Eigelbem Hintergrund 😉

  2. Stefan Evertz Beitragsautor

    @Ralf: Danke für den Hinweis; habe es auch gerade gemerkt (siehe Update oben), wobei ich die grundsätzliche Gestaltungsfrage mal kurz ausklammere 😉 Absicht ist es nämlich nicht gewesen 👿

  3. Marco

    Beim letzten großen Update innerhalb der 2er Versionen wurde auch mal ganz kommentarlos an der API rumgeschraubt. Eventuell ist das auch bei dir ein Problem….

    WordPress entwickelt sich so langsam wirklich zu Plage: permanent neue Versionen bei denen dann auch noch auf Upgradefunktionalitäten verzichtet wird und sinnlose API-Änderungen…. das ist wirlich alles andere als professionell….. Am besten wäre ja zu wechseln… aber da muss auch erstmal das Theme umgebaut werden 🙁

  4. jottlieb [WP-DE]

    WP 2.0.x wird fortgesetzt in dem Sinne dass es Securityfixes geben wird, wenn Sicherheitslücken bekannt werden.

  5. Stefan Evertz Beitragsautor

    @jottlieb: Danke für den klärenden Hinweis.

    @Marco: Bis auf das Darstellungsproblem, dessen Ursache ich auch noch identifizieren werde, habe ich an WordPress nichts auszusetzen. Die Updates haben jedenfalls bisher immer reibungslos funktioniert. Natürlich kann man Software immer noch verbessern. Und letztendlich ist es eine Grundsatzfrage, ob man bisher durch Plugins realisierte Funktionen in die Software integriert oder eben den Kern schlank hält. Bisher scheint mir hier die Mischung und auch die „Professionalität“ zu stimmen…

  6. sabre

    Als ich kann mich über die API-Kompatibiltät nicht beschweren. Hat alles wunderbar geklappt, alle PlugIns funktionieren weiter, alles kein Problem.

    Dass es du leichen Inkompatibilitäten kommmen kann ist eh klar, dafür isses ja auch ein Versionswechsel. Innerhalb der gleichen Version als 2.1.xx war die api bis auf Fehlerbereinigungen gleich.

    Allerdings habe ich nur die nötigsten PlugIns am laufen, und habe diese erst nach und nach wieder aufgespielt. Die meisten Probleme dürften bei den Leuten passiert sein, die mit aktiviertem Widget-PlugIn einfach die neuen Dateien überspielt haben 🙂

  7. Stefan Evertz Beitragsautor

    Darstellungsproblem behoben. Das Problem lag – wie so oft – vor und nicht hinter dem Bildschirm (siehe Artikel-Update oben) …

  8. Ralf

    @Stefan: Wenn man sich den Code anschaut, bzw. was da seit etlichen Versionen an längst überholten Coderesten rumschlummert, darf man schon ein wenig an der „Professionalität“ zweifeln.
    Anstatt bei einem Versionswechsel einmal den Code komplett und vernünftig zu überarbeiten, wird von Version zu Version immer nur irgend ein Drisch dazu gefummelt und versucht irgendwie das Ganze am Laufen zu halten.
    Für mich gibt es ehrlich gesagt immer weniger Anreize ein Update durchzuführen. WP wird immer mehr aufgebläht anstatt es wirklich weiter zu entwickeln. Bestes Beispiel sind die JS-Bibliotheken: Die werden ohne Nachfrage ständig geladen. Egal ob sie benötigt werden oder nicht. Dafür lahmt die Datenbank ganz gerne mal. Eine Funktion für die Pflege der DB wäre mit Sicherheit wesentlich sinnvoller gewesen als nette Gimmicks wie Widgets einzubauen.
    Aber jeder kann ja selber entscheiden ob er WP udpated, bei einer älteren Version bleibt oder gar komplett wechselt. Ich werde so schnell wohl kein Update fahren. Weniger wegen den „Risiken&Nebenwirkungen“, eher weil es für mich keinerlei Vorteile bei den Funktionen bringt.

    BTW: Hier ist dein Simly 😉

  9. Stefan Evertz Beitragsautor

    @Ralf: Erst mal vielen Dank für den Smiley – der wird spätestens am Wochenende ins Repertoire aufgenommen 😈

    Grundsätzlich lässt sich die „Professionalität“ bzw. Qualität von WordPress natürlich jederzeit steigern – wie bei jedem Projekt bzw. Software-Produkt. Auf der anderen Seite scheint mir die „Entwicklergemeinde“ bei WordPress die größte im Bereich „Blog-CMS“ zu sein, so dass hier zumindest die Weiterentwicklung gesichert ist. Das kann wohl nicht jedes Open-Source-Projekt von sich behaupten.

    Das Update auf 2.2. habe ich jedenfalls bisher nicht bereut – bis auf ein „störendes“ Plugin, das obige Macke verursacht hat (Comment Quicktags) haben alle Plugins kooperiert und mehrere aktive Plugins sind überflüssig geworden (Pingfix, WP Cron). Die „gefühlte“ Geschwindigkeit scheint auch besser geworden zu sein. Und erfreulicherweise nimmt bei mir nun 2.2 endlich Pingbacks an, was seit der Umstellung auf WordPress vor einem Jahr nicht (mehr) funktioniert hat…

    Es bleibt aber in der Tat spannend, wohin die Reise geht. Den Wasserkopf beobachte ich mit wachsender Sorge und die „zwangsweisen“ JS-Bibliotheken nerven mich ebenfalls.

  10. Ralf

    Eine große Entwicklergemeinde kann Segen und Fluch zugleich sein. Zum einen ist genügend Menpower vorhanden um in kurzen Abständen Updates und Hotfixes zu veröffentlichen.
    Auf der anderen Seite entstehen in so großen „Gemeinden“ mitunter verschiedene Parteien die ihre Prioritäten unterschiedlich setzen. Bestes Beispiel ist hier Mambo/Joomla. Ich möchte mir gar nicht ausmalen was eines Tages passiert wenn Matt Mullenweg mit Automaticc einen eigenen, von der „Gemeinde“ unabhängigen Weg gehen möchte.

    Interessant würde ich es finden wenn sich rund um WordPress noch weitere Versionen entwickeln würden. So wäre eine sehr schlanke Version die nur Basis-Funktionen unterstützt wohl nicht ganz uninteressant. Leider wird der Fokus in der Regel darauf gelegt, möglichst viele Funktionen einzubauen. Es greift einmal mehr die 80/20-Regel: 80% der Nutzer verwenden lediglich 20% der Funktionen.
    Das ganze sehe ich auch vor dem Hintergrund, dass jede neue Funktion eine neue Fehlerquelle und nicht zuletzt auch eine potentielle Schwachstelle/Sicherheitslücke in der Software ist.

    Die kurzen Updateintervalle haben hingegen den Vorteil, dass die Hacker gar nicht mehr nachkommen beim WP-Knacken. Auch ein Weg um seine Software „sicher“ zu machen 😉

  11. GE

    Hallo,

    eine schlanke Basis-Version mit den wichtigsten Blog-Funktionen wuerde ich auch gutheissen, eben wegen der 80/20 Realitaet. Dazu Original WordPress Zustazmodule, mit denen man aufruesten kann. Fuer ausreichend Plugins wird die WordPress Gemeinde dann auch weiterhin sorgen.

    Das gleiche gilt uebrigens auch fuer Browser, damit will ich Internetseiten besuchen, fuer andere Dinge habe ich andere Programme.

    Die meisten Programme sind doch heutzutage fuerchterlich aufgeblaeht, das liegt wohl daran, dass Hardware-Ressourcen keine Rolle mehr spielen, und auch der Speicherplatz auf Internet-Servern immer weniger kostet.

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